Pressemitteilung - UN Jahresbericht zu Millenniumszielen

UN Jahresbericht zu Millenniumszielen

Welthungerhilfe: Hungerziel nicht erreicht

(07.07.2014) Die Welthungerhilfe zieht eine gemischte Bilanz zum heute von der UN vorgestellten Jahresbericht zu den bis 2015 zu erreichenden Milleniumsentwicklungszielen. Einige Meilensteine wie die Halbierung des Anteils der Armen, die Verbesserung der Einschulungsrate sowie der Kampf gegen HIV/AIDS haben das Leben der Menschen in den Entwicklungsländern deutlich verbessert. Beachtliche Erfolge gab es auch beim Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die angestrebte Halbierung des Anteils der Hungernden dagegen ist bisher nicht gelungen; auch deren absolute Zahl ist mit 842 Millionen Menschen immer noch erschreckend hoch.

 

„Der Rückgang des Hungers verlangsamt sich. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass besonders in den Regionen, die weit vom Ziel entfernt sind wie Afrika südlich der Sahara und Südasien, der Hunger  bis 2015 halbiert werden kann. Das Menschenrecht auf Nahrung muss auch in der nächsten Phase Priorität haben“, sagt Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

Zwei Milliarden Menschen leiden an Mangelernährung

Die bisherigen Zahlen erfassen auch nicht die Menschen, die weltweit unter dem Mangel an Mikronährstoffen leiden. Etwa zwei Milliarden Menschen nehmen nicht ausreichend Eisen, Vitamin A oder andere Nährstoffe zu sich und sind dadurch mangelernährt. Diese Art des „versteckten Hungers“, der u.a. zu Kleinwuchs bei Kindern führt, muss ebenfalls thematisiert werden.

Die Millenniumsentwicklungsziele sollen bis 2015 erreicht werden. Gegenwärtig werden in verschiedenen internationalen Foren neue, weltweit gültige Entwicklungsziele für die Zeit nach 2015 verhandelt. Jamann: „Es ist von zentraler Bedeutung, dass die Überwindung des Hungers bis 2025 elementarer Bestandteil der neuen Entwicklungsziele wird.“

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand: Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 7.300 Projekte in 70 Ländern mit 2,66 Milliarden Euro gefördert – für eine Welt ohne Hunger und Armut.

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