Pressemitteilung - weltwärts

Haushalt 2015:
Entwicklung - Nein Danke!

Welthungerhilfe kritisiert Sparkurs der Bundesregierung

(09.09) Die Welthungerhilfe hat das stagnierende Entwicklungsbudget im Haushaltsentwurf der Bundesregierung anlässlich der heutigen Haushaltsberatungen kritisiert. "Kurz bevor in New York die neue Entwicklungsagenda verabschiedet wird und Deutschland den G7-Gipfel ausrichtet, erhöht der Bundestag den Entwicklungsetat um nur 0,03 Prozent", sagt der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Dr. Wolfgang Jamann. "Das ist das falsche Signal für ein Jahr, in dem die Weichen der Entwicklungszusammenarbeit neu gestellt werden."

 

Damit gefährde die Bundesregierung nicht nur Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, sondern ignoriere auch das 0,7-Prozent-Ziel der Industrieländer – und das, obwohl humanitäre Krisen immer bedrohlichere Ausmaße annehmen.

"Wichtige Sonderinitiativen zur Bekämpfung des Hungers oder zur Unterstützung der Flüchtlinge lassen sich mit dem stagnierenden Budget nicht bezahlen", sagt Jamann. Deutschland solle sich an Großbritannien orientieren, das sein Entwicklungsbudget trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise stetig erhöht hat. Die Industrieländer der Vereinten Nationen hatten sich schon 1970 das Ziel gesetzt, 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen; bislang haben jedoch nur fünf Staaten das Ziel erreicht.



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