Pressemitteilung - Rebellen in Mali hinterlassen verbrannte Erde

Verbrannte Erde in Mali

Welthungerhilfe unterstützt die Menschen beim Neustart

(04.02.2013) Einheimische Mitarbeiter der Welthungerhilfe haben in den letzten Tagen die Dörfer in der Region Diabali besucht, wo etwa 44.000 Menschen leben. Die Rebellen hatten beim Rückzug Reisfelder, Getreidespeicher und Felder zerstört sowie Häuser geplündert.

 
Bewohnerin eines Flüchtlingslagers in Mali © Grossmann
Bewohnerin eines Flüchtlingslagers in Mali © Grossmann

Die Stadt Diabali, rund 400 km nördlich der Hauptstadt Bamako, war aufgrund ihrer strategischen Lage heftig umkämpft. Die Gebiete um Diabali galten bislang als fruchtbar und die Menschen konnten vor den Kämpfen selbst für ihre Ernährung sorgen. Viele Familien erhalten im Moment Unterstützung von Nachbarn, die selbst kaum noch Nahrungsmittel besitzen. Bisher ist in dem Gebiet noch keine Hilfe von außen angekommen.

Die Bevölkerung, die jetzt zurückkehrt, hat keine Reserven oder Vorräte mehr. Sie ist dringend auf Unterstützung angewiesen, um sich wieder eine Existenz aufzubauen. Die Welthungerhilfe verteilt deshalb für 4.000 Haushalte Grundrationen Reis, Bohnen, Speiseöl sowie eine Spezialnahrung für Kleinkinder, um den Menschen beim Neustart zu helfen. 24.000 Menschen erhalten dadurch Unterstützung. Die Welthungerhilfe wird ihre Hilfe auch auf die Region Timbuktu ausweiten, sobald Hilfsorganisationen Zugang zu der Region haben.

Die Welthungerhilfe unterstützt seit 1968 Projekte in Mali. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort wurden Projekte im Bereich nachhaltiger Ernährungssicherung, Schulbildung als auch der landwirtschaftlichen Entwicklung gefördert. Aufgrund wiederkehrender politischer Unruhen und extremer klimatischer Schwankungen hat die Welthungerhilfe stets auch aktive Nothilfe geleistet.

Viele der 14 Millionen Menschen in Mali leiden an chronischer Unterernährung. Die Bevölkerung hat zudem noch die Folgen der Dürre im Sahel 2012 zu verkraften. Die Welthungerhilfe steht gerade in diesen schwierigen Zeiten an der Seite der Bedürftigen.



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