Presseinformation

Neuer Stellenwert für das Menschenrecht auf Nahrung!

Reflexion der Koalitionsvereinbarung

(29.11.) Die ländliche Entwicklung, als auch die Sicherung der Welternährung sind sinnbildend für die grundsätzliche Ausrichtung zukünftiger Entwicklungszusammenarbeit. Das Menschenrecht auf Nahrung wird damit auf eine neue Stufe der Wahrnehmung gehoben. Das wird nicht nur im entwicklungspolitischen Teil der neuen Koalitionsvereinbarung deutlich, sondern auch in anderen Politikfeldern.

 

So will die neue Bundesregierung z.B. unverantwortlicher Spekulation mit Nahrungsmitteln entschieden entgegentreten. Prof. Dr. Joachim von Braun, Vizepräsident der Welthungerhilfe unterstreicht die Notwendigkeit dieser Maßnahme: "Neue Forschungsergebnisse und Studien legen nahe, dass der Einfluss von exzessiver Spekulation auf Nahrungsmittelpreise wahrscheinlich ist. Entsprechend ist die geplante Einführung von Positionslimits zu begrüßen."

Die Koalitionspartner haben sich darüber hinaus eine menschenrechtlich konsequente und kohärente Politik zum Ziel gesetzt. Und dies nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern gerade auch bezüglich der europäischen Gesetzgebung, die sich in den verschiedenen Politikfeldern zukünftig nicht widersprechen darf.

"Damit dieses notwendige Ziel erreicht werden kann, braucht es eine Anerkennung des Entwicklungsministeriums als kohärenzprüfende Instanz. Hier sind die Regierungsparteien in der Pflicht", erläutert Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

Auf der Homepage der Welthungerhilfe finden Sie eine weiterführende entwicklungspolitische Einordnung der Koalitionsvereinbarung, u.a. zu folgenden Inhalten:

  • eine Aufwertung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ),
  • eine bessere Kohärenz der die Welternährung betreffenden Ressortpolitiken mit ernährungspolitischen Zielsetzungen und Zusagen,
  • eine substanzielle Verbesserung der Finanzierung internationaler Entwicklung,
  • eine aktive und engagierte Rolle der Bundesregierung bei der Weiterentwicklung der globalen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand: Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 7.100 Projekte in 70 Ländern mit 2,52 Milliarden Euro gefördert – für eine Welt ohne Hunger und Armut.

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