Pressemitteilung

Welthungerhilfe fordert mehr internationale Unterstützung für den Südsudan

Mehr als 600.000 Menschen sind betroffen

(03.01.) Die Welthungerhilfe erwartet, dass mehr als 600.000 Menschen direkt oder indirekt von den Kampfhandlungen im Südsudan betroffen sind. Doch die bisherigen internationalen Hilfsmaßnahmen werden der wachsenden humanitären Katastrophe nicht gerecht.

 

"Die Situation ist verheerend. Tag für Tag steigt die Zahl der Menschen in den Flüchtlingslagern. An den zahlreichen im Land verstreuten Zufluchtsorten gibt es derzeit kaum Zugang zu Trinkwasser, Essen, Unterkünften, Haushaltsgütern oder sanitärer Grundversorgung. Nach wie vor gibt es Kämpfe und Verletzte. Ein Ende der Krise ist nicht abzusehen", erläutert Bucay Deng, Landesvertreterin der Welthungerhilfe im Südsudan.

Ein Anfang: Notunterkünfte für 30.000 Menschen

In Koordination mit der UN hat die Welthungerhilfe im benachbarten Kenia 6.000 Planen für Notunterkünfte, die bis zu 30.000 Menschen Schutz bieten, beschafft und die Versorgungskette an den Bestimmungsort in Juba organisiert.

"Das ist ein Anfang. Doch wir benötigen deutlich mehr Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft. Die Kampfhandlungen müssen eingestellt und humanitäre Korridore eingerichtet werden, um ein noch größeres Ausmaß der Katastrophe abzuwenden", fordert Johan van der Kamp, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe für Ost Afrika. Die Welthungerhilfe arbeitet seit 1986 im Südsudan.

Die Nothilfemaßnahmen der Organisation sollen nun über Northern Bahr-el-Ghazal und Juba hinaus ausgedehnt werden.

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(07.01.) Um die Menschen im Südsudan mit dem Notwendigsten zu versorgen, hat das Auswärtige Amt der Welthungerhilfe zunächst 495.000 Euro zur Verfügung gestellt. Weitere Hilfsgüter wie Zeltplanen, Hygiene- und Kochsets sowie Wasserkanister können nun beschafft und verteilt werden. Mit ihren Hilfsmaßnahmen reagiert die Welthungerhilfe ganz konkret auf den akuten Hilfsbedarf und ein Hilfeersuchen der Vereinten Nationen.

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