Pressemitteilung - Zusammen für das Recht auf Wasser in Simbabwe

Wasser und Hygiene in Simbabwe

Zusammenarbeit für das Recht von Baumwollbauern

In Simbabwe setzen sich OTTO Österreich, Aid by Trade, DEG, BMZ und Welthungerhilfe gemeinsam für das Recht auf Wasser ein. © Grossmann
In Simbabwe setzen sich OTTO Österreich, Aid by Trade, DEG, BMZ und Welthungerhilfe gemeinsam für das Recht auf Wasser ein. © Grossmann

(17.03.2015) Weltweit haben 748 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,5 Milliarden Menschen verfügen über keine angemessene Sanitärversorgung. Vier Milliarden Menschen – darunter insbesondere Kinder unter fünf Jahren – leiden unter den daraus resultierenden, oft tödlichen Krankheiten. Dagegen setzen sich ab sofort OTTO Österreich, die Aid by Trade Foundation (AbTF), die Welthungerhilfe und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein. Gemeinsam investieren sie 320.000 Euro, um für saubere Wasser- und Sanitärversorgungen in den ländlichen Regionen Simbabwes zu sorgen.

Laut Vereinte Nationen sind die meisten Krankheiten in Entwicklungsländern auf eine unzureichende Sanitärversorgung sowie den mangelnden Zugang zu sauberem Trinkwasser zurückzuführen. Hier setzt das Projekt an: „Um Armut zu bekämpfen und nachhaltig Entwicklungschancen zu schaffen, haben wir das Projekt für sauberes Trinkwasser und eine entsprechende Sanitärversorgung in den Anbaugebieten der CmiA-Baumwolle in Simbabwe initiiert, “ erläutert Alexandra Perschau, Projektverantwortliche der Aid by Trade Foundation. „Mit unserem Engagement für das gemeinsame Projekt möchten wir uns auf unserem Weg zu 100% nachhaltige Baumwolle bis 2020 für verbesserte Lebensbedingungen und wirtschaftlichen Chancen jener Baumwollbauern einsetzen, die den für uns so wichtigen Rohstoff auf nachhaltige Art und Weise produzieren,“ ergänzt Mag. Georg Glinz, Unternehmenssprecher von OTTO Österreich.

In insgesamt 20 Dörfern in der Baumwollanbauregion Gokwe-Süd werden Brunnen errichtet und Sanitäreinrichtungen gebaut bzw. wieder in Stand gesetzt. Um einen möglichst nachhaltigen und langfristigen Effekt des Projekts zu gewährleisten, wird das Bewusstsein für gesundheitsfördernde Maßnahmen durch Schulungen und Kampagnen gestärkt. Eigens installierte Komitees werden sich um den nachhaltigen Gebrauch der angelegten Wasserstellen kümmern und fungieren als Schnittstelle zur Bevölkerung. Die Schulungen und Kampagnen des Projekts richten sich an rund 5.000 Schülerinnen und Schüler, die zu „Hygienebotschaftern“ ausgebildet werden und ihr Wissen als Multiplikatoren in ihre Familien weitergeben werden.

„Gerade die Mobilisierung der Jugendlichen stellt für uns eine wichtige Komponente des Vorhabens dar. Damit stellen wir sicher, dass die Bevölkerung auch nach Beendigung des Projekts selbständig die zur Verfügung gestellte Infrastruktur zur Förderung der eigenen Hygiene und Gesundheit nutzt“, betont Michael Hofmann, Vorstand Marketing der Welthungerhilfe.

In der Region Gokwe-Süd ist die Bevölkerung überdurchschnittlich stark von einer unzureichenden Wasser- und Sanitärversorgung betroffen: nur 61 Prozent haben Zugang zu sauberem Wasser, ausreichende Sanitäranlagen stehen nur 18 Prozent zur Verfügung. In Simbabwe sind jährlich mehr als 4.000 Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren auf Cholera und Diarrhoe zurückzuführen.

Die Partner

Cotton made in Africa (CmiA) ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation (AbTF). Sie leistet durch Handel Hilfe zur Selbsthilfe, um die Lebensbedingungen von Baumwollbauern und deren Familien in Subsahara-Afrika zu verbessern. Die Kleinbauern  profitieren von sozialen Bedingungen beim Baumwollanbau sowie Schulungen, in denen Experten den Baumwollbauern moderne, effiziente und umweltschonende Anbaumethoden vermitteln. Diese helfen ihnen, die Qualität ihrer Baumwolle zu verbessern, höhere Ernteerträge und damit ein besseres Einkommen für sich und ihre Familien zu erzielen.

Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH
(DEG)
Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) fördert als eine von drei Durchführungsorganisationen das Programm „develoPPP.de“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unterstützt damit Unterneh-men, die sich langfristig in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren und dabei ihr unternehmerisches Engagement nachhaltig gestalten wollen.


OTTO Österreich mit Sitz in Graz ist ein Tochterunternehmen der UNITO-Gruppe und somit Teil der Otto Group. 1949 in Deutschland gegründet, ist die Otto Group heute eine weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe mit rund 54.200 Mitarbeitern (Stand Febru-ar 2014). Die Gruppe ist mit 123 wesentlichen Unternehmen in mehr als 20 Ländern Euro-pas, Nord- und Südamerikas und Asiens präsent. Ihre Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die drei Segmente Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service. Im Ge-schäftsjahr 2013/14 erwirtschaftete die Otto Group einen Umsatz von 12 Milliarden Euro. Sie ist weltweit der zweitgrößte Online-händler mit dem Endverbraucher und in Europa der größte Onlinehändler für Fashion und Lifestyle mit dem Endverbraucher (B2C).

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand: Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 7.350 Projekte in 70 Ländern mit 2,66 Milliarden Euro gefördert – für eine Welt ohne Hunger und Armut.

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