Pressemitteilung - Internationaler Weltfrauentag 2013

Internationaler Weltfrauentag

Frauen stärken heißt Hunger und Armut bekämpfen!

(07.03.2013) Die Welthungerhilfe weist aus Anlass des internationalen Frauentags am 8. März darauf hin, dass Frauen weltweit bei der Bekämpfung von Hunger und Armut eine zentrale Rolle spielen. In den Entwicklungsländern  übernehmen die Frauen in allen Bereichen der Landwirtschaft eine wichtige Funktion.

 
Frauen in Burundi nach der Feldarbeit. © Haeberle
Frauen in Burundi nach der Feldarbeit. © Haeberle

Sie sind neben dem Anbau auch für die Vermarktung der Produkte zuständig und übernehmen in extrem schwierigen Situationen nach Katastrophen die Verantwortung für die Familie.

Im Alltag müssen die Frauen die Zubereitung  von Nahrungsmitteln sowie die gerechte Verteilung in den Familien gewährleisten. "Wir müssen schon auf der kleinsten Ebene, dem individuellen Haushalt, die entscheidende Rolle der Frauen verstehen und dort mit Verbesserungen beginnen", fordert Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. "Wissen die Frauen, wie sie das Essen vitaminreich und hygienisch zubereiten? Wie viel und was landet auf ihrem Teller und auf dem der Kinder? Diese kleinen aber existenziellen Fragen sind mit entscheidend, wenn wir den Hunger langfristig besiegen wollen", so Dieckmann.

Dort wo Frauen schlechter gestellt sind und weniger Rechte haben, ist der Hunger größer. Frauen sind für rund 80 Prozent der Nahrungsmittelproduktion in den Entwicklungsländern verantwortlich. Trotzdem machen sie in den ländlichen Gebieten die Mehrzahl aller Armen aus. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass der landwirtschaftliche Ertrag auf der Welt um bis zu 30 Prozent höher ausfallen könnte, wenn Frauen die gleichen Rechte hätten wie Männer. Das würde die Zahl der hungernden Menschen weltweit erheblich reduzieren.

 



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