Post-MDG-Prozess: Wie geht es nach 2015 weiter?

Post-MDG-Prozess: Wie geht es nach 2015 weiter?

Erster Meilenstein auf dem Weg zu einer globalen Entwicklungsagenda erreicht!

Die Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) laufen im Jahr 2015 aus;  wie es weiter gehen soll mit einer global nachhaltigen Entwicklung, wird in zwei Prozessen diskutiert: Der Post-2015 Entwicklungsagenda-Prozess und der Prozess zur Formulierung von Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Die Welthungerhilfe beobachtet die Weiterführung der Prozesse intensiv.

Am Rand der UN- Generaldebatte, Ende September in New York haben die Staats- und Regierungschefs eine Erklärung zur Zukunft der UN-Millenniumsziele verabschiedet. Die Welthungerhilfe bewertet das Ergebnis als ersten Meilenstein auf dem Weg zu einer globalen Entwicklungsagenda.

Konferenz
Treffen der 27 Mitgliedern des High Level Panel. © UN Photo/Mark Garten

„Die Staatengemeinschaft hat einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Es gibt Übereinstimmung darüber, dass ökologische Nachhaltigkeit und menschliche Entwicklung gemeinsam verfolgt werden müssen und nicht mehr länger auf zwei getrennten Veranstaltungen diskutiert werden. Darauf hatten wir bereits im Vorfeld der Konferenz gedrängt. Wichtig ist zudem, dass die bisher nicht erreichten Ziele zur Bekämpfung von Hunger und Armut stärker in den Blick genommen werden, um in den verbleibenden Jahren bis 2015 doch noch positive Ergebnisse zu erzielen“, sagt Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

Globale Probleme müssen global gelöst werden!

Die jetzt verabschiedete Erklärung sieht im September 2015 einen nächsten Gipfel vor, bis zu dem ein Fahrplan für eine globale Entwicklungsagenda verabschiedet werden soll. Die Welthungerhilfe hofft, dass die zukünftige Bundesregierung sich für ambitionierte Ziele einsetzt. Denn wir benötigen neue Konzepte für das Zusammenleben auf diesem Planeten, die das Dogma des Wirtschaftswachstums und Ressourcen- und Energieverbrauch neu bewerten. Es sollte eine internationale Agenda formuliert werden, die für Industrie- wie Entwicklungsländer gleichermaßen gilt – mit gemeinsamer aber unterschiedlicher Verantwortung für eine wirkliche Transformation globaler Entwicklung.

Der Post2015 Agenda-Prozess

Im Prozess werden Vorschläge dafür erarbeitet, wie es nach dem Jahr 2015 mit den globalen Entwicklungszielen weitergehen soll. Es geht dabei um die Ausgestaltung eines neuen internationalen Rahmenwerks für Entwicklung und Nachhaltigkeit, das den globalen Herausforderungen und den Anforderungen an eine zukunftsfähige Entwicklung gerecht wird.

Neues Fachpapier der Welthungerhilfe zum Thema

Weiterführende Informationen und Empfehlungen zum Thema finden Sie im aktuellen IN BRIEF/Brennpunkt Nr. 32 „Converging the Strands“: Um welche Themen geht es beim Post-2015 Agenda-Prozess? Was sind die Knackpunkte? Warum sollten die aufsteigenden Ökonomien der Schwellenländer an nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern interessiert sein? Und was müssen die Industrieländer ihrerseits verändern? Erfahren Sie mehr im aktuellen IN BRIEF/Brennpunkt.

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