Projektarbeit in den meisten Regionen wieder aufgenommen - Unruhen im Südwesten

Lange Warteschlangen vor einem Verteilungsstützpunkt des Roten Kreuzes. Die Preise für Güter des täglichen Bedarfs sind bis zu 500 Prozent angestiegen. © Reuters/STR
Lange Warteschlangen vor einem Verteilungs-
stützpunkt des Roten Kreuzes. Die Preise für
Güter des täglichen Bedarfs sind um bis zu 500
Prozent angestiegen. © Reuters/STR
Die Projektarbeit der Welthungerhilfe konnte am Montag (7.01.) im Südosten, Osten und Nordosten von Kenia bedenkenlos wieder aufgenommen werden. Dort blieb die Lage auch nach den Wahlen stabil. Aus dem Südwesten hingegen melden Mitarbeiter unserer Partnerorganisation CMAD unruhige Zustände: Stammesangehörige der Kikuyus wurden vertrieben und ihr Besitz geplündert. Obendrein verhindern Straßensperren der Milizen, die sich größtenteils aus arbeitslosen Jugendlichen rekrutieren, an vielen Orten noch Fahrten aufs Land. Dort bleibt die Situation vorerst ungeklärt.

Wie Welthungerhilfe-Mitarbeiterin Iris Krebber berichtet, sind die meisten Kenianer über die Vorkommnisse zutiefst schockiert. "Die Bevölkerung leistet Bewundernswertes: Etliche Menschen finden sich zu Initiativen zusammen und helfen sich gegenseitig, egal welcher Ethnie sie angehören", so Krebber. Auf allen westlich orientierten Medien laufen Solidaritätsprogramme mit Slogans wie "Kenya – this is you and me" oder "Proudly Kenyan."

Besonders stolz ist Krebber über den Einsatz und Teamgeist ihrer Mitarbeiter: "Ich war zu Tränen gerührt. Alle kommen zur Arbeit, obwohl ich es jedem freigestellt hatte. Sie alle wollen helfen. Und es gibt keinerlei Diskussionen über ethnische Unterschiede, obwohl hier Luya, Luos, Kikuyus, Kambas und noch viele andere Volksstämme miteinander arbeiten. Primär fühlen sich alle als Kenianer."  

 

Letzte Änderung an dieser Seite: 08.01.2008

Weitere Informationen zu Kenia

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Karte von Kenia 235 Px

Die Welthungerhilfe in Kenia

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