Welthungerhilfe am Horn von Afrika

Hungerkrise am Horn von Afrika

Welthungerhilfe unterstützt die Opfer von Dürre und Krieg

Die Welthungerhilfe sagt DANKE!

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spenderinnen & Spendern, die in den letzten Monaten unseren Aufrufen gefolgt sind und für die von der Dürre betroffenen Menschen am Horn von Afrika und in weiteren afrikanischen Ländern gespendet haben.

Das Leid von über 23 Millionen Menschen ist nach wie vor unvorstellbar. Ihre Spende ist überlebenswichtig für die Betroffenen in Äthiopien, Somaliland, Kenia, dem Südsudan, dem Jemen und Uganda. Dies sind die Länder, in denen wir jetzt Nothilfe leisten, um Leben zu retten.

Wir bedanken uns auch bei allen Spenderinnen & Spendern, die dem Spendenaufruf unserers Schirmherrn, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, gefolgt sind.

Ihre Spende macht Mut: Sowohl uns und unseren Kolleginnen & Kollegen, da wir damit unter oft schwierigsten Bedingungen helfen können, aber vor allem auch den Menschen, die wir mit Hilfe Ihrer Spende erreichen konnten. Für sie wird aus Verzweiflung Hoffnung. Nur gemeinsam können wir es schaffen, nicht nur das Leben der Menschen zu retten, sondern ihnen und ihren Kindern eine würdevolle, eigenständige Perspektive zu ermöglichen. Danke, dass Sie uns dabei unterstützen!

Ihr Team der Welthungerhilfe

In Somaliland verteilt die Welthungerhilfe Nahrungsmittel an 46.000 Menschen. © Justfilms
In Somaliland verteilt die Welthungerhilfe Nahrungsmittel an 46.000 Menschen. © Justfilms
Zusammen mit lokalen Partnern versorgt die Welthungerhilfe die Menschen mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser. Auch das Vieh wird mitversorgt. © Justfilms
Zusammen mit lokalen Partnern versorgt die Welthungerhilfe die Menschen mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser. Auch das Vieh wird mitversorgt. © Justfilms

Die Menschen am Horn von Afrika sind mit zwei Katastrophen gleichzeitig konfrontiert. Die laut Vereinten Nationen schlimmste Dürre seit 60 Jahren raubt den Menschen ihre Lebensgrundlage. Gleichzeitig herrschen in vielen Trockenregionen Krieg und Gewalt. Die Welthungerhilfe unterstützt in den am stärksten betroffenen Gebieten die hungerleidenden Menschen.

Menschen und Tieren droht der Hungertod

Allein in Äthiopien, Kenia, Somalia, Südsudan und Teile Ugandas sind rund 12,8 Millionen Menschen von einer Hungersnot bedroht. In manchen Regionen, besonders in den äthiopischen Provinzen Affar und Borana sind komplette Regenzeiten ausgefallen, andernorts brachten Regenfälle keine erwähnenswerte Erleichterung. Aufgrund der lang andauernden Trockenheit stirbt den Hirten das Vieh weg. Landwirte können auf ihren verdorrten Feldern keine Nahrungsmittel anbauen.

Krieg behindert die Arbeit der Hilfsorganisationen

Den Notleidenden zu helfen, ist teilweise eine große Herausforderung: In vielen der betroffenen Regionen, wie z.B. im Südsudan und Nigeria, herrschen Krieg und Gewalt. Hinzu kommt, dass immer häufiger Kämpfe um die wenigen verbleidenden Ressourcen entbrennen. Die Konfliktparteien behindern dabei massiv die Arbeit der Hilfsorganisationen, mit der Folge, dass ganze Provinzen von den Hilfsgüterlieferungen abgeschnitten sind.

Die Welthungerhilfe leistet in der aktuellen Krisensituation Nothilfe. Gleichzeitig werden die Menschen in so genannten Resilience-Projekten besser auf Dürreperioden vorbereitet. Der Bau von Brunnen gehört hier genauso hinzu, wie die Vermittlung von Wissen zu besseren Anbaumethoden und Saatgut. Fast 378.000 Menschen erhalten in Äthiopien und Kenia Unterstützung von der Welthungerhilfe. In Somaliland werden derzeit mehr als 41.000 Menschen unterstützt. 

Lebensmittelverteilungen helfen diesen Menschen in Somaliland, die ein Großteil ihres Viehs verloren haben.
Lebensmittelverteilungen helfen diesen Menschen in Somaliland, die ein Großteil ihres Viehs verloren haben.

Wie Ihre Spende eingesetzt wird:

Leben retten

Mehr als 46.000 Menschen haben in Somaliland dank Ihrer Spende etwas zu trinken. Zusammen mit lokalen Partnern brachte die Welthungerhilfe per Tanklaster das so dringend benötigte Trinkwasser in die am stärksten betroffenen Gebiete. Auch die zum Überleben wichtigen Viehherden wurden mitversorgt.

Gleichzeitig verteilt die Welthungerhilfe Nahrungsmittel an 46.000 Menschen. Die Verteilungen sichern das Überleben der Menschen vor Ort in den nächsten Wochen. Jeder Haushalt erhält: 50 kg Reis, 25 kg Mehl, 12,5 kg Zucker, 10 kg rote Bohnen, 8 kg Datteln und 3 Liter Speiseöl.

 

Nachhaltige Unterstützung

Viele Familien gründen am Horn von Afrika ihre Existenz hauptsächlich auf Viehzucht. Neben akuten Maßnahmen zum Schutz der restlichen Bestände (Futter, Wasser, Schutzimpfungen für mehr als 25.000 Tiere) ist es jedoch mittel- und langfristig das Ziel, den Menschen die Vorteile einer landwirtschaftlichen Lebensweise näher zu bringen.

Da die Dürreperioden durch den Klimawandel deutlich häufiger und heftiger ausfallen, sind alternative Überlebensstrategien extrem wichtig. So gründete die Welthungerhilfe beispielsweise im Somaliland 25 Modell-Farmen, die neuen und bereits aktiven Farmern effiziente, landwirtschaftliche Methoden vermitteln und sie mit widerstandsfähigem, ertragreichem Saatgut ausstatten. Aktuell werden bereits bestehende Bewässerungssysteme repariert und ausgebaut.

Bitte unterstützen Sie die Menschen am Horn von Afrika mit einer Spende.

 

 

Karte: So reagiert die Welthungerhilfe auf die anhaltenden Dürren in Äthiopien, Kenia und Somaliland.
Karte: So reagiert die Welthungerhilfe auf die anhaltenden Dürren in Äthiopien, Kenia und Somaliland.

Die Nothilfe der Welthungerhilfe in Äthiopien

In Äthiopien leiden derzeit 5,6 Millionen Menschen unter der Dürre. Der ausbleibende Regen im Herbst 2016 hat die dramatische Lage im Frühjahr 2017 verursacht. Leider blieb auch in der ersten Jahreshälfte 2017 der erwartete kleine Regenfall weitgehend aus und die normalerweise langanhaltenden und heftigen Sommerniederschläge liegen bislang weit unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die weiter zurückliegenden Regenzeiten waren in 2015 und 2016 ebenfalls schwach bis inexistent. Besonders hart trifft es die Viehhirten: Die Tiere finden weder Wasser zum Trinken noch fressbares wie Gras und Kräuter – ganze Herden sind bereits verendet. In den Regionen Borana und Afar sind bis zu 95 Prozent der Rinderbestände zerstört. Die Welthungerhilfe unterstützt derzeit über 200.000 Menschen in den am meisten von der Dürre betroffenen Regionen Borena, Oromiya und Afar.

  • Die Welthungerhilfe hilft mit Trinkwasser und Nahrungsergänzung für Kinder. Viehhalter bekommen Futter, Wasser und tierärztliche Versorgung für ihre Herden.
  • Defekte Wasserstellen und Brunnen werden saniert.
  • Diverse Resilienzprojekte sorgen dafür, dass die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gestärkt wird und die Menschen somit beizukünftigen Krisen gewappnet sind.
  • Da Kämpfe um verbleibende Ressourcen besonders in Borana zunehmen, sind friedensstiftende Maßnahmen und Konfliktmanagement fester Bestandteil der Projektarbeit.
  • Cash for Work-Programme ermöglichen es den Familien, Einkommen zu erzielen, um Nahrungsmittel und andere lebensnotwendige Güter zu kaufen.

Kenia: Trinkwasser aus Tankwagen

Die Dürre betrifft in Kenia rund 2,7 Millionen Menschen. Angesichts des anhaltenden Wasser- und Futtermangels steht zu befürchten, dass diese Zahl sich noch deutlich erhöht. Viele Kinder unter fünf Jahren sind kritisch unterernährt, und schon jetzt treten vermehrt Fälle von Cholera auf. In den Distrikten Tana River, Marsabit, Garissa, Turkana unterstützen wir insgesamt über 415.000 Menschen.

  • In Tanklastwagen liefert die Welthungerhilfe Wasser für Menschen und Tiere.
  • Familien erhalten Nahrungsmittel und auch Futter für ihre Ziegen und Schafe.
  • Tabletten zur Trinkwasseraufbereitung sorgen dem Ausbruch von Cholera vor
  • Kleinkinder, schwangere und stillende Frauen versorgen wir mit spezieller Zusatznahrung.

Somaliland: Hilfe für Vertriebene und lokale Bevölkerung

Mehr als 1,6 Millionen Menschen, also 46 Prozent der gesamten Bevölkerung, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Aus dem Westen des Landes flüchteten viele Familien in den Osten, wo die Bedingungen noch etwas besser waren. Hier leistete die ansässige Bevölkerung großzügig Hilfe, doch auch sie sind nun an ihre Grenzen geraten. Für sie alle sind die anhaltende Dürre und die teils eingeschränkte Erreichbarkeit durch Helfer zur existenziellen Bedrohung geworden. In der Region Awdal in Somaliland unterstützt die Welthungerhilfe mehr als 41.000 Menschen, die sich auf der Suche nach Wasser und Nahrung in kleine Provinzstädte geflüchtet haben.

  • Die Welthungerhilfe verteilt Nahrungsmittel, Saatgut und Tierfutter.
  • Familien erhalten Bargeld, damit sie lebensnotwendige Nahrung kaufen können.
  • Tierärztliche Unterstützung verhindert, dass noch mehr Rinder sterben.
  • Menschen und Tiere werden mit Wasser versorgt, Wassersysteme instandgesetzt
  • Resilienzprojekte stärken die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung und beugt somit Krisen vor.

 

Unterstützen Sie die Menschen vor Ort mit einer Spende:

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Kontakt
Kerstin Bandsom

Kerstin Bandsom

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+49 228-22 88 127

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