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Welthungerhilfe im Jemen

Mit Bargeld gegen den Hunger

Flexible Hilfe für Bürgerkriegsopfer im Jemen

Seit über zwei Jahren herrscht im Jemen Bürgerkrieg. Über 3,3 Millionen Menschen sind bereits vor den bewaffneten Auseinandersetzungen geflohen. 18,8 Millionen Menschen – das sind knapp 70 Prozent der Bevölkerung – harren noch im Kriegsgebiet aus. Für sie wird die Situation immer dramatischer.

Die Teilnehmer der Programme werden nach Befragungen der Bevölkerung ausgewählt. © ACTED
Die Teilnehmer der Programme werden nach Befragungen der Bevölkerung ausgewählt. © ACTED


Trinkwasser ist knapp, die Nahrungsmittel gehen aus – und die Preise für das wenige Essen, das noch verfügbar ist, steigen täglich. 7,1 Millionen Menschen sind von einer Hungersnot bedroht, 6,8 Millionen Menschen werden derzeit mit Transferleistungen versorgt. In den Regionen Sa’ada, Al Hudaydah, Taizz, Al Dhale’e und Al Jawf hungern besonders viele Menschen. Die Welthungerhilfe und ihr Alliance2015 Bündnispartner ACTED unterstützen die Betroffenen mit Bargeld im Rahmen eines Cash-Transfer-Programms.

110.000 Euro Soforthilfe für laufende Projekte

Für besonders betroffene Gebiete werden 110.000 Euro an Soforthilfe bereitgestellt. Mit diesem Geld soll ein laufendes Projekt zur Nahrungssicherung bezuschusst werden. Außerdem erhält ein Teil der Bevölkerung Bargeld, damit die Menschen sich schnell und unkompliziert Nahrungsmittel und Güter, die sie am dringendsten brauchen, kaufen können. Zu einem späteren Zeitpunkt werden weitere 240.000 Euro in Form von Bargeld oder Geldkarten an 740 Haushalte ausgegeben.

Mittels eines Fingerabdrucks bestätigen die Menschen ihre Teilnahme am Cash Transfer Programm. © ACTED
Mittels eines Fingerabdrucks bestätigen die Menschen ihre Teilnahme am Cash Transfer Programm. © ACTED
Der Vorteil von Bargeldverteilungen: Die Menschen können sich die Waren, die sie benötigen, selbst kaufen. © ACTED
Der Vorteil von Bargeldverteilungen: Die Menschen können sich die Waren, die sie benötigen, selbst kaufen. © ACTED
Sanaa, Hauptstadt des Jemen. Seit über zwei Jahren herrscht in Regionen des Landes Bürgerkrieg. © Ferdinand Reus
Sanaa, Hauptstadt des Jemen. Seit über zwei Jahren herrscht in Regionen des Landes Bürgerkrieg. © Ferdinand Reus


ACTED hat im Jemen bereits gute Erfahrungen mit Cash-Transfer-Programmen gemacht. Gerade erst wurde ein Projekt mit 3.000 Haushalten abgeschlossen. Bargeldleistungen, wie sie hier im Jemen vergeben werden, wirken häufig effektiver und nachhaltiger als die Vergabe von Sachmitteln: Sie lassen sich schnell und flexibel bereitstellen und die Betroffenen können ihre Grundbedürfnisse individuell decken. So wird ihnen auch in Notsituationen Flexibilität und Entscheidungsfreiheit gewährleistet. Standardisierte Hilfspakete hingegen decken nicht immer den Bedarf aller betroffenen Personen.

So hilft die Welthungerhilfe

  • 110.000 Euro an Soforthilfe werden zur Verfügung gestellt;
  • Verteilung von Bargeldleistungen im Wert von 240.000 Euro an 740 Haushalte;
  • Sorgfältige Auswahl der Begünstigten;
  • Kontinuierliche Begleitung des Programms, um Missbrauch zu verhindern;
  • Einrichtung einer Beschwerde- und Beratungsstelle, bei der die Begünstigten Hilfe suchen können.
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Kontakt
Kerstin Bandsom

Kerstin Bandsom

Informationsstelle

+49 228-22 88 127