"Bildung ist der Schlüssel, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen."
Bärbel Schäfer besucht das Millenniumsdorf Kongoussi in Burkina Faso

Bärbel Schäfer bei ihrem Besuch im
Millenniumsdorf Kongoussi in Burkina Faso.
© HorwathTV-Journalistin und Autorin Bärbel Schäfer reiste im November 2010 nach Burkina Faso – was trieb sie in dieses westafrikanische Land, das zu den sieben ärmsten Staaten der Welt gehört? Bärbel Schäfer besuchte gemeinsam mit der Welthungerhilfe das Millenniumsdorf Kongoussi, in dem die Welthungerhilfe zeigt, dass die Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen – wie die Halbierung von Hunger und Armut bis zum Jahr 2015 – Wirklichkeit werden können.
In der Region Kongoussi ist die Welthungerhilfe gemeinsam mit der Bevölkerung die Lösung der dringendsten Probleme angegangen. Im dürregeplagten Burkina Faso ist Wasser überaus kostbar. So war der Bau von Brunnen einer der ersten Schritte gegen die permanente Wasserknappheit in Kongoussi. Seitdem dort Trinkwasser fließt, hat sich das Leben im Millenniumsdorf erheblich verbessert. Die Frauen müssen nicht länger stundenlange Märsche zum See zurücklegen und mehrere Kilo schwere Wasserkanister zurückschleppen.

Starke Frauen. © Horwath
Bärbel Schäfer ist beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Frauen in Kongoussi: "Es ist unglaublich, was die Frauen hier physisch leisten. Nicht nur die Arbeit des Wassertragens, hinzu kommt das anstrengende Hirse stampfen, die Versorgung des Viehs, das Kochen und viele Frauen haben gerade erst ein Baby auf die Welt gebracht…"
Ein weiterer wichtiger Schritt war der Bau von Schulen in allen vier Siedlungen des Millenniumsdorfes. Vier Grundschulen mit Brunnen, Latrinen und einer Küche sind errichtet worden. Das Unterrichtsmaterial ist kostenfrei und selbstverständlich gibt es auch dort frisches Wasser. Hier ist es vor allem die Lern- und Lebensfreude der Kinder, die Bärbel Schäfer bewegt: "Bildung ist der Schlüssel, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Einen anderen gibt es nicht."

Bärbel Schäfer besucht eine
der vier neuen Schulen in
Kongoussi. © HorwathGleichzeitig mit dem besser verfügbaren sauberen Trinkwasser in Kongoussi sind Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser verursacht werden, stark zurückgegangen. Hier wirkt auch die neu gebaute Krankenstation aus, die die über zwei Stunden weiten Wege zur ehemals nächsten Station überflüssig macht.
Auch die Felder in Kongoussi zeigen die Veränderungen: sie sind durchzogen von Bewässerungskanälen, deshalb bringen Hirse, Mais und Bohnen gute Ernten ein. Paprika und andere vitaminreiche Gemüsesorten werden in den Gärten angebaut. Die ersten Baumsetzlinge sind gepflanzt und in ein paar Jahren werden die Dorfbewohner Mangos und Papayas ernten können. Das bessere Saatgut, organischer Dünger und eine regelmäßige Bewässerung der Felder sorgen dafür, dass es endlich genug zu essen gibt. Bärbel Schäfer stellt fest: „Ich sehe, dass es gelingen kann, aus diesem kargen Boden etwas wachsen zu lassen. Selbst über die Dürreperioden hinaus, gibt es jetzt genug Nahrung – da können Träume plötzlich Wirklichkeit werden.“
Wir danken Bärbel Schäfer für Ihre Unterstützung unserer Arbeit!
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