Konzert in Rostock: Hier sind Eure "Stimmen gegen Armut"!

Von Jutta Lohkamp

VertreterInnen von Hilfsorganisationen stapelten Eure Stimmen auf der Konzert-Bühne zu den Klängen von Herbert Grönemeyers
VertreterInnen von Hilfsorganisationen stapelten
Eure Stimmen auf der Konzert-Bühne zu den Klängen
von Herbert Grönemeyers "Mensch" - ein tolles
Erlebnis. (© Bernscheid)

Das Wetter in Rostock hätte nicht schöner sein können. Erst recht nicht die Stimmung auf dem Konzert zum G8-Gipfel der Aktion "Deine Stimme gegen Armut" am 7. Juni. Gut gelaunt und vollkommen friedlich genossen fast 80.000 Besucher die spannenden und teils emotionalen Beiträge von namhaften Persönlichkeiten aus Afrika. Dazwischen heizten Bands wie Sportfreunde Stiller, Silbermond, 2raumwohnung, die Fantastischen Vier, die Toten Hosen und viele mehr die Fans so richtig ein – mit dabei natürlich auch die Frontstars der Aktion, Bono Vox und Herbert Grönemeyer.

 

Blick von der Bühne zur tobenden Menge. (Foto: Lohkamp)
Blick von der Bühne zur
tobenden Menge.
(© Lohkamp)
Eure Stimmen auf der Bühne

Das absolute Highlight: Während des Auftritts von Herbert Grönemeyer am Ende des Konzerts durften VertreterInnen von Hilfsorganisationen, die sich an der Aktion "Deine Stimme gegen Armut" beteiligt hatten, auf die Bühne. Dort stapelten sie die zahlreichen Kisten aufeinander, die EURE STIMMEN beinhalteten. Die Zuschauer tobten und dankten mit reichlich Applaus den Menschen, die sich für die Ärmsten der Armen in der Welt einsetzen.

Die Welthungerhilfe war mit dabei und hat EURE "Stimme gegen Armut", die ihr per Postkarte sowie im Internet abgeben habt – rund 12.000 Unterschriften - beim Konzert in Rostock übergeben. An alle Beteiligten ein herzliches Dankeschön!

 

Stimmen vom Tag aus Rostock

Benjamin Adrion (26), Gründer der Initiative
(© Lohkamp)

Benjamin Adrion (26), Gründer der Initiative "Viva con Agua de Sankt Pauli" aus Hamburg

"Wie ich hier sehe, kommen wohl immer mehr Menschen auf die richtigen Gedanken, die aufstehen, sich bewegen und selbstbewusst ihre Stimme erheben gegen diese furchtbare Armut in Afrika. Ich glaube, da tut sich langsam was. Ich habe ein gutes Gefühl, dass die westlichen Gesellschaften sich der Problematik endlich ernsthaft annehmen."

 

Kristine Karstens (19) aus Rostock. (Foto: Lohkamp)
(© Lohkamp)

Kristine Karstens (19) aus Rostock

"Ich halte dieses Konzert für eine richtig gute Idee. Es ist eine Möglichkeit, das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen und der breiten Masse klar zu machen, dass es in Afrika Probleme gibt. Wenn ich die Beiträge hier sehe, kriege ich ´ne Gänsehaut."

 

 

Daniel Lechner (26) aus Göttingen. (Foto: Lohkamp)
(© Lohkamp)
Daniel Lechner (26) aus Göttingen

"Wenn man schon Länder in Afrika fördern will, sollte man gleichermaßen auch die Handelsblockaden runterfahren, damit das auch positive Auswirkungen auf die Menschen hat. Ich denke, dass eine finanzielle Unterstützung der Länder bestimmt eine gute Möglichkeit ist, aber nicht die einzige Lösung."

 

 

Elke Hönemann (54) von der Insel Usedom. (Foto: Lohkamp)
(© Lohkamp)

Elke Hönemann (54) von der Insel Usedom

"Ich habe Afrika erlebt und es ist nicht nur die Armut, die mich bedrückt. Es sind auch die mangelnden Bildungsmöglichlichkeiten, die dort fehlen. Da sage ich einfach, man muss da aktiv sein."

 

 

 Christopher Kreiensen (21) aus Dassow. (Foto: Lohkamp)
(© Lohkamp)

Christopher Kreiensen (21) aus Dassow

"Wenn ich an Afrika denke, dann fallen mir die armen Kinder ein. Ich denke, das geht den meisten so. Ich frage mich, wer wohl daran Schuld ist, dass es dort keine richtigen Bildungsmöglichkeiten gibt. Ob es nur die ehemaligen Kolonialmächte sind... auf jeden Fall sind wir den Menschen dort alle was schulig."

 

 

Katharina Donick (17) und Jette Herpell (16) aus Bützow. (Foto: Lohkamp)
(© Lohkamp)

Katharina Donick (17) und Jette Herpell (16) aus Bützow

"Es ist wichtig, aufzurütteln. Die Armut in Afrika ist echt heftig. Die spürt man hier gar nicht so. In der Schule sprechen wir viel über die Probleme in Entwicklungsländern.  Dann denkt man da schön öfter dran, als nur wie hier auf solch einem Event. Leider kann man als einzelne Personen ja doch nicht so viel bewegen."

 

 

Dirk Brümmerich (50) aus Aschersleben. (Foto: Lohkamp)
(© Lohkamp)

Dirk Brümmerich (50) aus Aschersleben

"Wir sind heute extra zum Konzert angereist. Nicht nur, weil wir die Bands mögen. Wir wollen mit unserer Anwesenheit auch die Aktion unterstützen. In Afrika, das ist eine ganz schlimme Sache. Man muss da unbedingt helfen. Darum spenden wir auch jedes Jahr regelmäßig."

 

 

 

umm aus Wismar. (Foto: Lohkamp)
(© Lohkamp)

Petra (41) und Lisa-Kristin (12) Brumm aus Wismar

"Wenn Kinder jede dritte Sekunde sterben ist das schrecklich. Das tut richtig weh. Im Moment geht es uns zwar selber auch nicht so gut. Natürlich kein Vergleich zu den Menschen in Afrika. Wir müssen uns momentan etwas durchkämpfen, aber das kriegen wir schon hin. Das Leben ist es wert, das man es lebt!"

 

 

 

Lisa Dobertin (19) aus Parchim. (Foto: Lohkamp)
(©Lohkamp)

Lisa Dobertin (19) aus Parchim

"Nicht nur bei solchen Veranstaltungen, auch sonst beschäftige ich mich viel mit der Armut in der Welt. Ich würde gerne den Menschen in Afrika helfen. Ein Traum von mir wäre, runter zu fahren und mich als Entwicklungshelferin dort zu engagieren. Aber... na ja, mal schauen."

 

 

Jens (34) und Elisabeth (4) Sator aus Rostock. (Foto: Lohkamp)
(©: Lohkamp)

Jens (34) und Elisabeth (4) Sator aus Rostock

"Die Armut in Afrika ist eine üble Sache. Da muss dringend was gemacht werden. Glücklicher gibt es auch viele Menschen - so wie die Welthungerhilfe - die was machen. Seitdem ich meine kleine Tochter habe bin ich viel sensibilisierter für solche Themen. Besonders wenn ich an die Not der Kinder denke."

 

Marie Gamradt (16) und Paul Ruchhöft (16) aus Rostock. (Foto: Lohkamp)
(© Lohkamp)

Marie Gamradt (16) und Paul Ruchhöft (16) aus Rostock

"Wenn wir die Bilder von Hungernden in Afrika sehen, sind wir sehr traurig. Bescheuert ist auch, über was sich manche so aufregen. Wenn sie zum Beispiel keine Cola kriegen oder so. Viele in Afrika wissen gar nicht was Cola ist."

 

 

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