Millenniumsdorf Base-Kiryango Tal in Ruanda:
Wenn Zukunft selbst gestaltet wird
Erst Völkermord und Massenflucht, dann HIV/Aids – die letzten 20 Jahre haben viel Leid über die ruandische Bevölkerung gebracht. Eine Folge ist, dass vielfach Frauen und Jugendliche allein für ihre Familien sorgen müssen. Gleichzeitig werden ihnen aber Rechte und Grundbesitz verwehrt. Im Base-Kiryango Tal soll das in Zukunft anders werden.

Unterricht im Base-Kiryango Tal. Die Schule
macht den Kinder Spaß. Denn sie wissen,
dass Bildung ein Weg aus der Armutsfalle
darstellt. © WHHDas Base-Kiryango Tal beheimatet 25.000 Menschen. Es ist in vielerlei Hinsicht typisch für Ruanda: 65 Prozent der EinwohnerInnen muss von einem Dollar pro Tag leben. Das Tal ist extrem dicht besiedelt, der Hunger groß und der Druck auf die ohnehin schon ausgelaugten Äcker an Hängen und Hügeln enorm. Der Druck auf die Frauen ist es auch: Der Völkermord im Jahr 1994 und die tödliche Krankheit Aids haben viele Männer dahingerafft. Heute sind 43 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre alt. Viele Frauen tragen die alleinige familiäre Verantwortung.
Diese steigende Belastung steht in großem Kontrast zum gesellschaftlichen Alltag: Ruandas Frauen werden bei Fragen von Recht und Besitz immer noch kaum gehört oder beachtet. Im täglichen Kraftakt zur Sicherung von Recht und Überleben gerät der einzige Weg aus der Misere aus dem Blick: Die Bildung. Nur die Hälfte der Menschen hier hat einmal eine Schule besucht, nur wenige Kinder tun es jetzt.
Damit soll jetzt Schluss sein: Die BewohnerInnen des Millenniumsdorfes im Base-Kiryango Tal arbeiten nun alle gemeinsam mit der Welthungerhilfe an Lösungen. Am wichtigsten sind ihnen folgende Verbesserungen:
- Die Steigerung der Bodenerträge;
- Die Bildung der Kinder und
- Die Stärkung der Frauenrechte.
Seither hat sich viel getan: Die Menschen schützen und verbessern ihre Anbauflächen durch Terrassenbauten. Sie renovieren alte Schulen und bauen neue. Zudem werden Frauengruppen bei der Erwerbstätigkeit und beim Einbringen der eigenen Meinung in Entscheidungsprozesse gefördert.
Millenniumsziele durchsetzen gibt Zukunft
Nicht den ganzen Tag an Essen denken müssen, nicht schwach und krank zu sein, lesen und schreiben zu können. Das sind die Voraussetzungen, damit Menschen ihr Leben selbst in die Hand nehmen können. Mit den Millenniumszielen soll dies in Zukunft für alle Menschen zu erreichen sein. Mit der Welthungerhilfe als Partner hat die Bevölkerung des Base-Kiryango Tals als die Umsetzung dieser Ziele in Angriff genommen.
Bankverbindung der
Welthungerhilfe
Fakten:
Durchführung: Welthungerhilfe
Millenniumsziele: 1, 2, 3, 4, 5, 7
Kofinanzierungspartner: Welternährungsprogramm, Niederländische Regierung, Kanadische Regierung, Ruandisches Landwirtschaftsministerium, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kooperationspartner: Deutscher LandFrauenverband e.V., Viva con Agua de Sankt Pauli e.V., Bund der Deutschen Landjugend (BDL), Deutscher Bauernverband e.V., Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda e.V.
Fortschritte
Das haben wir bisher im Millenniumsdorf Base-Kiryango Tal geleistet (stetig aktualisiert)
Länderinformationen
Multimedia
Galerie: Bilder aus dem Millenniumsdorf Base-Kiryango Tal in Ruanda
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Berichte
Bundespräsident Horst Köhler zu Besuch bei der Welthungerhilfe in Ruanda (Februar 2008)

Afghanistan - Quarabator
Angola - Mangue
Äthiopien - Sodo
Benin - Manigri
Bolivien - Cañadón Peñas
Burkina Faso - Kongoussi
Ecuador - San Andrés
Indien - Ghandhiji Songha
Kambodscha - Kanat Toch
Madagaskar - Anosikely
Mosambik - Mabote
Nicaragua - Auhya Pihni
Ruanda - Base-Kiryango
Tadschikistan - Veshab

