Hunger und Armut bestimmen den Alltag der Menschen im Base-Kiryango-Tal in Ruanda. Nach Krieg und Völkermord leben fast 40 Prozent der Haushalte ohne Väter. Überwiegend junge Frauen und Mädchen sind alleine für die Familien verantwortlich, die fast ausschließlich von kleinbäuerlicher Landwirtschaft leben. Aufgrund fehlender landwirtschaftlicher Nutzflächen und zunehmender Bodenerosion sind die meisten jedoch kaum in der Lage, sich und ihre Familie ausreichend zu ernähren.

- Ruanderin mit ihrem Kind.
Durch die Intensivierung der Landwirtschaft unterstützt die Welthungerhilfe die Menschen im ruandischen Hochland dabei, ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern. Unter Beteiligung der Bevölkerung werden Hanglagen terrassiert und Feuchtgebiete mit Hilfe von Drainagen und Wehren nutzbar gemacht - Maßnahmen, die nicht nur neue Anbauflächen schaffen, sondern auch die weitere Erosion der Böden verhindern. Der Bau von Staudämmen und Bewässerungsanlagen zur ganzjährigen Bewässerung sowie der Einsatz angepasster Reis- und Gemüsesorten ermöglicht den Menschen, in Zukunft dreimal im Jahr zu ernten.
An nahezu allen Baumaßnahmen sind die Menschen unmittelbar beteiligt. Mit dem bescheidenen Lohn, den sie für ihre Arbeit erhalten, können sie beispielsweise das Schulgeld für ihre Kinder zahlen. Zusätzlich bringen die neuen Erwerbsmöglichkeiten den gesamten Wirtschaftskreislauf der Region in Schwung.
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