Dank an eine "stille Heldin"

Von Jutta Lohkamp


Die Preisverleihung: (v.l.) Marietta Slomka, Ingeborg
Schäuble, Patricia Riekel. © Lohkamp

An lobenden Worten für Ingeborg Schäuble wurde nicht gespart. Zurecht. Denn im Rahmen eines Empfangs mit über 100 Gästen erhielt sie von der Illustrierten BUNTEN die Ehrung zur "wichtigsten Frau des Jahres 2005". Mutig sei sie, betonte die Chefredakteurin Patricia Riekel. Eine "stille Heldin", die einen wichtigen Beitrag für eine bessere Welt leistet – und das ohne Glamour und Glanz. Bescheiden aber hartnäckig verändere die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe die Welt zum Besseren. Mit ihrem warmen Lächeln sowie ihrem herzlichen Wesen öffne sie Türen und gibt den Menschen die Anerkennung und Würde, die jedem zustehe. Stellvertretend für Bundeskanzlerin Angela Merkel, die an dem festlichen Abend nicht dabei sein konnte, bezeichnete Riekel die Preisträgerin als "großes Vorbild".




DWHH-Generalsekretär Dr.
Hans-Joachim Preuß und
Marietta Slomka.
© Lohkamp
Laudatio und viel Beifall

Marietta Slomka, Moderatorin des ZDF-"heute-journals" würdigte Schäubles "zupackenden Charakter" und "ihren kühlen Kopf". Sie kümmere sich nicht nur um die großen Katastrophen, sondern auch um die "kleinen Tsunamis", die nicht tagtäglich in den Presseblättern für Aufmerksamkeit sorgten.

Um diese Arbeit leisten zu können, arbeite die studierte Volkswirtin mit Profis wie der Welthungerhilfe zusammen, einer der größten, nicht-staatlichen und nicht kirchlichen Organisation der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe. Entwicklungshilfe sei kein leichtes Feld. Dafür brauche man Mut, Mitgefühl, die Gabe, auf Menschen zuzugehen und den richtigen Ton. "Die 300 Mitarbeiter der Welthungerhilfe im In- und Ausland können das", bekräftigte Slomka.

 


Ingeborg Schäuble freut
sich über die Auszeichnung.
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Gelassen berührt

Viele Worte die verwöhnen, gut tun, bestärken. Natürlich haben sie Ingeborg Schäuble im Herzen berührt. Doch selbst bei ihrer Dankesrede blieb sie gewohnt gelassen, humorvoll, natürlich – und bescheiden. Aber auch fordernd. "Meine Vision von einer Welt ohne Hunger und Armut ist sicherlich nicht von heute auf morgen zu erreichen. Aber jeder kann etwas tun, um die Bedingungen dafür zu schaffen. Man braucht Prinzipien. Unser Motto heißt: Hilfe zur Selbsthilfe. Dieses ist die beste und effizienteste Form, welche die Entwicklungshilfe vorantreibt. Und die Deutsche Welthungerhilfe kann dieses leisten."

 


Vollzählig: Familie Schäuble.
©Lohkamp

Familien-Feier

Zur großen Freude von Ingeborg Schäuble waren neben ihrem Ehemann, dem Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, auch ihre vier Kinder bei der Verleihung des Preises anwesend. Zu den weiteren prominenten Gästen gehörten unter anderem Dieter Thomas Heck, Moderatorin Sandra Maischberger, CDU-Politikerin Rita Süßmuth, Friede Springer sowie Ex-ZDF-Intendant Dieter Stolte.

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