Zahlreiche Aktionen an Münchens Schulen zur "Woche der Welthungerhilfe 2006"

Von Mareike Haupt


Hermann Schulz liest aus seinem Kinderbuch. © Bresser

"Meint ihr ich hätte erfunden, dass Kinder Ameisen essen?" fragt Kinderbuchautor Hermann Schulz sein gebanntes Publikum. Eifrige Finger von Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klasse des Münchner Michaeli-Gymnasiums sausen in die Höhe. "Ich habe schon mal davon gehört...", "Ich habe da eine Dokumentation im Fernsehen gesehen ..." Die Antworten kommen wie aus der Pistole geschossen. Ein Junge aus der 5. Klasse, dessen Großvater in Tansania gelebt hat, weiß sogar: "Dort essen die Leute Heuschrecken. Die habe ich auch probiert – die schmecken wie Chips".

 


Hermann Schulz. © Bresser
Hermann Schulz war einer der Referenten, die sich für die Woche der Welthungerhilfe an Münchner Schulen engagierten. Dort zeigte er Kindern und Jugendlichen, dass die Menschen in anderen Ländern, trotz anderer Sitten und Gebräuche, ähnlich denken, fühlen und handeln, wie wir.

München ist dieses Jahr Städtepartner der Deutschen Welthungerhilfe. Während der "Woche der Welthungerhilfe" vom 13. bis 22. Oktober fanden zahlreiche Aktionen in Münchens Schulen und an außerschulischen Lernorten statt. Unter dem Motto "Lernen hilft leben" verknüpfte die Welthungerhilfe hier zum ersten Mal ihre altbewährte Aktion "WeltFrühstück" mit drei weiteren Schulaktionen: "WeltGeschichten", "LebensLäufe" und "Stopp Kinderarbeit".

 


Interessierte ZuhörerInnen.
© Bresser
Schülerinnen und Schüler von 20 Münchner Schulen nahmen an spannenden Projekten zu den Themen Kinderarbeit in Indien, Kultur und Leben in Afrika und Asien, gesunde Ernährung, ökologischer Landbau, fairer Handel und Gerechtigkeit teil. Hierzu vermittelte die Welthungerhilfe außerschulische regionale Lernpartner sowie erfahrene Referenten, die aus dem "Nähkästchen" plauderten und ein realitätsnahes Bild aus aller Welt vermittelten.

(Stand: Oktober 2006)

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