Schuldendienst

Eingerollte Geldscheine. © Klau
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Schuldendienst heißt die Summe der Zins- und Tilgungszahlungen für einen Kredit. Sie gibt an, welche Kosten eines Kredits der Schuldner zu bestimmten Zeiten zu zahlen hat. Der gesamte Schuldendienst eines Entwicklungslandes ist die Summe der Zinsen und Tilgungen, die es für private (bei Banken) und öffentliche Schulden (bei anderen Staaten, speziell Industriestaaten, oder bei internationalen Gremien wie dem IWF) ans Ausland leistet. Er wird in der Regeln in harter Währung gezahlt.

Der Schuldenstand ist im Unterschied dazu die Summe der aufgelaufenen Auslandsschulden. Hoch verschuldete arme Länder sind nach den Kriterien der Weltbank und des IWF solche mit einem geringen Pro-Kopf-Einkommen und einem Schuldenstand von mehr als 150 Prozent der Exporterlöse oder mehr als 250 Prozent der Staatseinnahmen eines Jahres. Sie haben die Chance auf umfangreiche Schuldenerlasse. Dadurch wird der Schuldenstand vermindert.

Dies muss aber nicht unbedingt auch den Schuldendienst dauerhaft verkleinern. Zum Teil werden Schulden gestrichen, die das betroffene Land ohnehin nicht mehr bedienen konnte. Eine Reihe von Ländern leisteten daher einige Jahre nach dem Schuldenerlass einen höheren Schuldendienst als zuvor.

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