Cholera in Simbabwe: Das Sterben nimmt kein Ende

Sauberes, unverseuchtes Trinkwasser ist
Mangelware in Simbabwe. © WHH(29.01.2009). Die Nothilfemaßnahmen von Hilfsorganisationen wie der Welthungerhilfe sind zwar im vollen Einsatz. Doch die Opferzahlen bleiben nach wie vor unverändert hoch. Nach den neuesten Angaben fielen über 3.000 Menschen der Epidemie zum Opfer, rund 58.000 Erkrankte benötigen dringend Hilfe. Die Gründe hierfür liegen zum einen an den anhaltenden Regenfällen. Die Ansteckung von Cholera erfolgt maßgeblich durch verunreinigtes Trinkwasser sowie infizierte Nahrung.
Zum anderen tragen die unmittelbaren Folgen der Epidemie zur ungebremsten Ausbreitung bei: So stecken sich vermehrt auch die Angehörigen von Opfern an, die im Choleragebiet beerdigt werden. Häufig kommt es dabei zur Übertragung durch Körperkontakt oder durch versechtes Wasser.
Hinzu kommt, dass die erkrankten Menschen oft lange Fußmärsche auf sich nehmen müssen, um zu den Behandlungszentren zu gelangen. "Viele Geschwächte erreichen ihr Ziel nicht rechtzeitig und sterben unterwegs. Hier versuchen wir anzusetzen, um den Menschen zu helfen", sagt Peter Hinn, Mitarbeiter der Welthungerhilfe in Simbabwe.
Aus diesem Grund richtet die Welthungerhilfe sogenannte "Oral Rehydratation Solution-Punkte (ORS)" ein. In diesen Verteilungsstellen können sich ca. 160.000 Menschen mit Durchfallerkrankungen untersuchen lassen. Im Falle einer leichten Erkrankung werden sie direkt dort behandelt. Die Patienten erhalten eine Trinklösung, die aus Traubenzucker und Kochsalz sowie anderen Elektrolyten besteht. Schwere Fälle werden umgehend an das nächstgelegene Cholerazentrum überwiesen.
Wir bitten dringend um Spenden für die Cholera-Opfer:
Sparkasse KölnBonn
Welthungerhilfe-Kontonummer1115
BLZ 370 501 98
Stichwort: Nothilfe
Nothilfeprojekt der Welthungerhilfe in Simbabwe
Mit sauberem Wasser gegen die Ausbreitung von Epidemien
Weitere Informationen
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Welthungerhilfe in Simbabwe
Ziel der Welthungerhilfe im Partnerland Simbabwe ist die Unterstützung der armen und marginalisierten Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Angestrebt wird eine Verbesserung der Ernährungssicherung. In diesem Zusammenhang werden Maßnahmen in den Bereichen Bewässerungsinfrastruktur und Wassermanagement zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion sowie Maßnahmen in der ländlichen Trinkwasserversorgung unterstützt.

