Cholera in Simbabwe noch nicht gebannt – Welthungerhilfe richtet Versorgungsstellen ein

Cholera in Zimbabwe: Versorgungsstelle, an
der sauberes Wasser an die Menschen
verteilt wird. © WHH(7.01.2009). Die Cholera in Simbabwe weitet sich auch Wochen nach ihrem Ausbruch immer noch weiter aus. Derzeit spricht man von über 34.300 Erkrankten und mehr als 1.700 Toten. Die Sterberate beträgt 5 Prozent und liegt somit weit über dem üblichen Anteil von einem Prozent. Die Gründe dafür liegen in der lückenhaften, medizinischen Versorgung und dem enormen Andrang in den Behandlungszentren für Cholera (CTC).
Panik der Menschen überlastet Hilfsstationen
Diese Zentren sind nur für akut Cholerakranke vorgesehen, die mit schweren Brech- und Durchfallerscheinungen eingeliefert werden. Doch Panik und Unwissenheit treibt zudem Vielzahl an Menschen dorthin, die nur unter leichtem Durchfall leiden. Das dadurch starke Aufkommen an Patienten führt nicht nur zu einer Überlastung der CTC, sondern erhöht zusätzlich das Risiko der Verbreitung. "Natürlich sind die Menschen besorgt, Cholera zu bekommen. Und sie haben auch allen Grund dazu. Dann gehen sie schon bei den kleinsten Symptomen aus Sorge zu den Cholera-Behandlungszentren, dass ist verständlich", sagt Peter Hinn, Mitarbeiter der Welthungerhilfe in Simbabwe.
Welthungerhilfe hilft bei der Erstversorung
Um auch den nicht so schwer erkrankten Menschen besser helfen zu können und zu einer Entlastung der Behandlungszentren beizutragen, wird die Welthungerhilfe in deren Umfeld Diagnose- und Erstversorgungsstellen, sogenannte "Oral Rehydratation Solution-Punkte (ORS)", einrichten. In diesen Verteilungsstellen können sich ca. 160.000 Menschen mit Durchfallerkrankungen untersuchen lassen. Im Falle einer leichten Erkrankung werden sie direkt dort behandelt. Die Patienten erhalten eine Trinklösung, die aus Traubenzucker und Kochsalz sowie anderen Elektrolyten besteht. Schwere Fälle werden umgehend an das nächstgelegene Cholerazentrum überwiesen.
Die ORS-Punkte sind vorerst für den Zeitraum Anfang Februar bis Ende April 2009 vorgesehen, in Abhängigkeit von der Lage in Simbabwe. Bereits seit Juli 2008 versorgt die Welthungerhilfe mit anderen Organisationen im gesamten Norden von Cholera betroffene Gemeinden mit sauberem Trinkwasser, meldet Cholera-Fälle und kümmert sich um die betroffenen Menschen. Im Dezember 2008 wurden die Hilfstätigkeiten weiter ausgeweitet.
Wir bitten dringend um Spenden für die Cholera-Opfer:
Sparkasse KölnBonn
Welthungerhilfe-Kontonummer1115
BLZ 370 501 98
Stichwort: Nothilfe
Nothilfeprojekt der Welthungerhilfe in Simbabwe
Mit sauberem Wasser gegen die Ausbreitung von Epidemien
Weitere Informationen
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Welthungerhilfe in Simbabwe
Ziel der Welthungerhilfe im Partnerland Simbabwe ist die Unterstützung der armen und marginalisierten Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Angestrebt wird eine Verbesserung der Ernährungssicherung. In diesem Zusammenhang werden Maßnahmen in den Bereichen Bewässerungsinfrastruktur und Wassermanagement zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion sowie Maßnahmen in der ländlichen Trinkwasserversorgung unterstützt.

