Regenzeit verschärft Cholera-Epidemie in Simbabwe - Spendenaufruf

Die Welthungerhilfe baut Brunnen in Simbabwe,
damit die Menschen sauberes Trinkwasser
haben. © WHH(05.12.2008). Angesichts der beginnenden Regenzeit warnt die Welthungerhilfe vor einer sich verschlimmernden Ausbreitung der Cholera in Simbabwe. Besonders betroffen sind die ländlichen Randzonen, die unter einer extrem desolaten Infrastruktur leiden und viele Binnenflüchtlinge aufnehmen müssen. "Die Menschen auf dem Land trinken das Wasser aus den verseuchten Teichen und Flüssen. Die Cholera breitet sich so schnell weiter aus", berichtet Peter Hinn, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe für Simbabwe, aus Harare.
Die Situation ist bedrohlich: Jahrelange Misswirtschaft und der ökonomische Niedergang in Simbabwe haben den Wasser- und Sanitärsektor völlig zusammenbrechen lassen. Nach Berichten unserer Mitarbeiter türmen sich in den Straßen die Müllberge, die städtische Wasserversorgung ist kollabiert und aus den Abwasserkanälen quillt das ungereinigte Wasser. Hinn berichtet weiter, dass die Epidemie jeden trifft, nicht nur die armen Bevölkerungsschichten.
Schon vor Monaten erkannte die Welthungerhilfe die drohende Gefahr. Im Juli baute sie bereits ein Wasser-Nothilfe-Team auf. Seitdem untersucht die sechsköpfige Gruppe bei Choleraverdacht Trinkwasserquellen im gesamten Norden des Landes und stellt bei Bedarf sauberes Wasser zur Verfügung. Zudem verteilt das Team Entkeimungsmittel an die Bevölkerung, liefert Wasserpumpen, stellt Trinkwassertanks auf und leistet Aufklärungsarbeit zur Hygiene in der Bevölkerung.
Der Fokus der Projektarbeit im Land richtet sich auf zentrale Wasserversorgungsstellen, z.B. in Schulen und Hospitälern, deren Instandhaltung der Staat Simbabwe selbst nicht leisten kann. In diesem Jahr hat die Welthungerhilfe bereits 143 Wassersysteme an Kliniken mit EU-Mitteln (ECHO) rehabilitiert, in den letzten fünf Jahren waren es ca. 4.000 kommunale Brunnen landesweit.
"Da die Regenzeit noch bis April andauern wird, ist die Bevölkerung dringend auf Hilfe angewiesen. Und die Folgen der Cholera werden auch danach noch lange zu spüren sein", warnt Hinn.
Wir bitten dringend um Spenden für die Cholera-Opfer:
Sparkasse KölnBonn
Welthungerhilfe-Kontonummer1115
BLZ 370 501 98
Stichwort: Simbabwe
Peter Hinn steht für Interviewanfragen zur Verfügung.
Nothilfeprojekt der Welthungerhilfe in Simbabwe
Mit sauberem Wasser gegen die Ausbreitung von Epidemien
Welthungerhilfe in Simbabwe
Ziel der Welthungerhilfe im Partnerland Simbabwe ist die Unterstützung der armen und marginalisierten Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Angestrebt wird eine Verbesserung der Ernährungssicherung. In diesem Zusammenhang werden Maßnahmen in den Bereichen Bewässerungsinfrastruktur und Wassermanagement zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion sowie Maßnahmen in der ländlichen Trinkwasserversorgung unterstützt.

Zur vergrößerten Ansicht klicken Sie hier
Projektnummer
ZWE 1051
Projektort
- Mashonaland
- nördliche Midlands
- Nord-Matabeleland
Projektlaufzeit
September 2009 bis Oktober 2011
Finanzierung
ECHO
Schwerpunkte
- Nahrungsmittel
- Trinkwasser
Weitere Informationen
Cholera in Simbabwe: Das Sterben nimmt kein Ende (29.01.2009)
Cholera in Simbabwe: "Die Menschen sind völlig überfordert" (19.01.2009)
Cholera in Simbabwe noch nicht gebannt – Welthungerhilfe richtet Versorgungsstellen ein (07.01.2009)
Cholera in Simbabwe: Schnelles Handeln ist nun erforderlich (11.12.2008)
Cholera-Epidemie in Simbabwe: Welthungerhilfe stellt 50.000 Euro zur Bekämpfung bereit (10.12.2008)
Regenzeit verschärft Cholera-Epidemie in Simbabwe - Spendenaufruf (5.12.2008)
Simbabwe nach den Wahlen: Hilfsaktivitäten müssen wieder aufgenommen werden (Juni 2008)
