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Simbabwe: Kampf gegen Cholera

Kampf gegen Cholera

Aufklärung und neue Abwasseranlagen halten die Seuche in Simbabwe in Schach

Broschüren und Schulungen gegen Cholera.
In Schulungen werden die Menschen in Simbabwe darüber aufgeklärt, wie sich Cholera vermeiden lässt.
Aufklärungsteams gegen Cholera.
Die Cholera-Aufklärungs-Teams der Welthungerhilfe ziehen von Haus zu Haus.
Flugblätterverteilung gegen Cholera.
Auch Flugblätter, die über Cholera informieren, werden verteilt.

Seit dem Jahr 2000 ging es mit Simbabwe stetig berab. Aufgrund von Misswirtschaft verfielen in dem ehemals aufstrebenden Staat die Wasserversorgungsnetze und das staatliche Gesundheitssystem brach zusammen.

Eine Entwicklung mit dramatischen Folgen: Traurige Höhepunkte waren die Cholera-Epidemien in den Jahren 2008 und 2009. Über 130.000 Menschen infizierten sich damals, mehr als 6.000 von ihnen starben. Die Welthungerhilfe arbeitet bereits seit 1980 in Simbabwe und unterstützt  das Land vor allem im Bereich der Landwirtschaft und des Wassersektors, zu dem auch die Cholerabekämpfung gehört - mit sichtbaren Erfolgen.

So gab es bis 2009 in Simbabwe kaum sauberes Wasser, zudem waren die städtischen Abwassersysteme defekt und Latrinen kaum vorhanden. Dies waren perfekte Bedingungen für den Cholera-Erreger. Doch inzwischen haben die Menschen dazugelernt; es wurden Gesundheitsprogramme geschaffen, die über die Cholera aufklären.

Ausbrüche früh erkennen und bekämpfen

Öffentliche Toiletten wurden aufgestellt und kaputte Wasser- und Abwasserleitungen repariert. Inzwischen existiert eine sanitäre Grundversorgung und Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich wurden darin geschult, Cholera zu behandeln. Dank dieser neuen Strukturen gibt es weniger Fälle, dennoch flackert die Krankheit immer wieder auf.

Wichtigstes Ziel ist es jetzt, Choleraausbrüche früh zu erkennen und rigoros zu bekämpfen. Um die Menschen in Simbabwe dabei zu unterstützten, wurde 2011 unter der Leitung der Welthungerhilfe die „Environmental Health Alliance“ (EHA) aufgebaut. In dieser Notfalleinheit haben sich acht Organisationen und einige nationale Partner zusammengeschlossen. Die Allianz unterstützt die Regierung Simbabwes dabei, Krisen- und Katastrophenpläne zu entwickeln und Frühwarnsysteme einzurichten. Im gesamten Land saniert und errichtet die EHA nun Wasserversorgungsanlagen in Schulen und Kliniken und baut Toiletten und Waschbecken. In Aufklärungskampagnen erfahren die Menschen, wie sie die Cholera vermeiden können – zum Beispiel indem sie Hände waschen oder desinfiziertes Wasser trinken.

In allen Gebieten, in denen die EHA agiert, sind die Cholerafälle zurückgegangen. Landesweit wurde durch die Arbeit der Welthungerhilfe die sanitäre Grundversorgung in den Projektgebieten sichergestellt, in Schulungen wurden die Menschen für die Cholera sensibilisiert. Simbabwe ist jetzt viel besser gerüstet für weitere Cholera-Ausbrüche.

Die Seuche aus eigener Kraft besiegen

Für eine Cholera-Entwarnung ist es allerdings zu früh: Es wird noch Jahre dauern, bis ganz Simbabwe mit sauberem Wasser, sanitärer Infrastruktur und Hygieneeinrichtungen ausgestattet ist. Bis es soweit ist und auch danach, wird es wichtig sein, dass die Notfalleinheit EHA ihre Arbeit fortsetzt. Die Welthungerhilfe wird die Verantwortung nach und nach an nationale Institutionen übergeben.

Simbabwe soll aus eigener Kraft den Kampf gegen die Cholera gewinnen. Fortsetzen wird die Welthungerhilfe hingegen ihr Engagement beim Wiederaufbau und der Errichtung von Wasser- und sanitärer Infrastruktur. Mit einem mehrjährigen Programm plant die Welthungerhilfe bis 2016 die sanitäre Versorgung in rund 1.000 Dörfern und 150 Schulen sicherzustellen.

Auswertung unserer Arbeit:
Aktuellste Projekt-Evaluation auf englisch (2012): Water and Hygiene in Zimbabwe

Die Vorhaben und Projekte in Simbabwe werden unter anderem finanziert vom  Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), EuropeAid und der Welthungerhilfe.

Aktuelle Berichte zum Projekt
Was tun gegen Cholera?

Was tun gegen Cholera?

Sibert Makuzah, Direktor eines Gesundheit-Dienstes in Simbabwe, über den Kampf gegen die Seuche

“Die Zustände waren katastrophal.” Der Direktor des City Health Departments in Harare, erzählt vom Kampf gegen Cholera in Simbabwe.