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Die Welthungerhilfe in Simbabwe

Neustart mit nachhaltiger Landwirtschaft

Nachhaltige Landwirtschaft sichert Ernährung und Einkommen der Kleinbauern in Simbabwe

Simbabwe war lange die Kornkammer Afrikas. Doch das Binnenland mit einst blühender Landwirtschaft und reichen Bodenschätzen steckt seit Jahren in einer wirtschaftlichen Krise. Das Land kann seine Bewohner nicht mehr mit Grundnahrungsmitteln versorgen - ein Drittel aller Kinder unter fünf Jahren leidet unter chronischer Mangelernährung.

Die Bauern George Moyo und Dumisani Mpofu werden mit Samen, Dünger und dem Know-How für den Anbau unterstützt.
Die Bauern George Moyo (li.) und Dumisani Mpofu (re.) werden mit Samen, Dünger und dem Know-How für den Anbau unterstützt. © Nutz

Geringe Ernten und kaum gesunde Ernährung - trotz fruchtbarer Böden

Fährt man durch den Westen Simbabwes, fällt auf, wie grün und üppig die Vegetation ist. Doch auf den Feldern sieht es nicht so vielfältig aus. Üblicherweise bauen die Bauernfamilien nur eine Feldpflanze, wie Mais oder Hirse, an. Diese Abhängigkeit wird für sie dann problematisch, wenn die Ernte durch ausbleibende Regenfälle oder Dürren in Folge des Klimawandels ausfällt. Vielen Kleinbauern fehlt es an Wissen und Erfahrung, um effektivere und klimaangepasste Anbaumethoden anzuwenden. Sie haben kaum Zugang zu Infrastruktur, neuen Geräten oder Techniken und auch nicht zu Krediten, um zum Beispiel in qualitativ hochwertiges Saatgut zu investieren.

Die kleinbäuerliche Landwirtschaft wurde von staatlicher Seite jahrelang vernachlässigt. Die Agrarproduktion ging unter der autoritären Regierung Robert Mugabes enorm zurück. Im Zuge der Landreform Ende der 90er Jahre wurden viele Großfarmer enteignet. Tausende von Landarbeitern verloren ihre Arbeit oder wurden vertrieben. Arbeitslosigkeit und Ernährungsunsicherheit prägen seitdem den Alltag der Menschen.

Gemeinsam auf dem Weg in eine nachhaltige Landwirtschaft

Im Distrikt Gokwe, südwestlich der Hauptstadt Harare lebt die Mehrheit der Bevölkerung von dem, was sie auf den Feldern anbaut oder was sie auf den Baumwollplantagen verdient. Ihre Ernährung ist kaum gesichert. Mehr als 40 Prozent der Kleinkinder in der Region sind chronisch mangelernährt. Gemeinsam mit dem lokalen Partner Agricultural Partnerships Trust unterstützt die Welthungerhilfe Kleinbauern in Gokwe bei einem Neustart.

Der Mais in Gokwe wächst höher als je zuvor; die Erträge sind deutlich größer als noch vor ein paar Jahren. © Nutz
Der Mais in Gokwe wächst höher als je zuvor; die Erträge sind deutlich größer als noch vor ein paar Jahren. © Nutz
Bäuerin Lucy Marimirofa, 53 Jahre, sie ist Projekt-Partnerin der ersten Stunde. © Nutz
Bäuerin Lucy Marimirofa, 53 Jahre, sie ist Projekt-Partnerin der ersten Stunde. © Nutz

So hilft die Welthungerhilfe:

    • Die Welthungerhilfe schult die Menschen in modernen Anbaumethoden, die die Böden schonen und dennoch höhere Erträge erzielen. Mithilfe von natürlichen Düngemitteln und ökologischem Pflanzenschutz wird die Umwelt langfristig geschützt.
    • Kleinbauern lernen in den Trainings dürreresistente Feldfrüchte kennen. Nun wachsen neben Mais und Hirse auch klimatisch angepasste Gemüsesorten wie Süßkartoffeln, Erdnüsse oder Tomaten auf ihren Feldern. So kann fast das ganze Jahr über geerntet werden und die Ernährung wird gesünder und vielfältiger.
    • Kleinbauernfamilien erhalten Trainings und Küken für den Start einer Hühnerzucht. Die Tiere bereichern die Ernährung, bringen Einkommen und damit Sicherheit.
    • Damit sich die Gesundheit der Dorfbewohner nachhaltig verbessert, erfahren sie in Gemeinde-Gesundheitsclubs Neues über gesunde Ernährung.
    • „Früher gab es häufig einen Wettlauf mit Ratten und Mäusen um die Vorräte“, erinnert sich Bäuerin Lucy Marimirofa. Inzwischen schützen spezielle Getreidelager vor den Nagern. Ernte wird dort gemeinsam gelagert und verwaltet. So haben alle Familien auch für die nächste Aussaat genügend Saatgut und können Notlagen besser meistern.
    • Dass die Bauern sich in Gruppen zusammenschließen, hat auch bei der Vermarktung viele Vorteile: Sie erzielen bessere Preise auf dem Markt und haben leichteren Zugang zu Kreditenhttp://www.welthungerhilfe.de/blog/scharfes-zeug-chilis-simbabwe-wandel/, die sie über gemeinsame Spareinlagen finanzieren.

    Aufgeschlossen Neuem gegenüber geht es in Gokwe in die Zukunft. Durch die besseren Ernten erzielen die Bauern Überschüsse zum Verkauf auf dem Markt und damit mehr Einkommen. Wir planen weitere Schulungen und werden die Menschen bei der Anschaffung von Geräten und Materialien sowie bei Gründung von Kleinstunternehmen unterstützen, damit sie ihre Erträge weiterverarbeiten und überregional anbieten können.

    (Projektnummer: ZWE-1077)

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    Kerstin Bandsom

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    +49 228-22 88 127

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