Wo und wie wir arbeiten
Interaktive Karte: So geht's

Finden Sie unsere Projekte direkt in der Weltkarte! Per Klick auf die Symbole gelangen Sie zum Projekt. Oder suchen Sie mithilfe des Filters Projekte speziell nach Kontinent, Land oder Thema.

Simbabwe – Wie neue Anbaumethoden den Alltag erleichtern

Moderne Anbaumethoden für mehr Ernte und Umweltschutz

Wie Lucy Marimirofa aus Simbabwe eine Bäuerin aus Leidenschaft wurde

Lucy Marimirofa auf ihren Feldern im Westen Simbabwes.
Lucy Marimirofa auf ihren Feldern im Westen Simbabwes. © Nutz
Lucy mit ihrer Freundin beim Kochen in Simbabwe.
Lucy mit ihrer Freundin beim Kochen. © Nutz
Lucy freut sich über die ergiebige Süßkartoffelernte auf ihrem Feld in Simbabwe
Lucy freut sich über die ergiebige Süßkartoffelernte auf ihrem Feld. © Nutz
Lucy testet das neue Ackerbaugerät, das ihre Arbeit erleichtert.
Lucy testet das neue Ackerbaugerät, das ihre Arbeit erleichtert. © Nutz

Eine ungewöhnliche Karriere: Von der Buchhalterin zur Bäuerin

Lucy Marimirofa ist heute Kleinbäuerin aus Leidenschaft. Das war nicht immer so. Früher arbeitete sie als Buchhalterin. Sie wohnte mit ihrem Mann und den vier Kindern in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt Simbabwes. Doch dann starb ihr Mann bei einem Verkehrsunfall und allein konnte sie ihre Familie in der Großstadt nicht versorgen. Sie entschied sich, mit ihren Kindern zu der Familie ihres Mannes in das kleine Dorf in der Region Gowke im Westen Simbabwes zu ziehen. Dort wagte sie einen neuen Lebensabschnitt als Kleinbäuerin.

Lucys harte Arbeit brachte wenig Ertrag

Hier lernte sie schnell und arbeitete von früh bis spät. „Doch trotz aller Mühen hatten wir gerade einmal genug zu essen“, sagt Lucy. „Für den Markt blieb nichts übrig und wir konnten kein Geld verdienen.“

Neue Techniken und Tricks durch Schulungen der Welthungerhilfe

Die Wende kam erst als die Welthungerhilfe 2008 ein Ernährungssicherungsprogramm in ihrem Dorf startet. In Schulungen lernte Lucy moderne Anbaumethoden kennen, welche die Böden schonen und dennoch höhere Erträge einbringen. Dabei probiert Lucy auch neue Sorten aus. Jetzt baut sie Gemüse und Getreide an und achtet darauf, was sich gegenseitig beim Wachsen begünstigt oder auch nicht. Sie nutzt natürlichen Dünger und setzt auf ökologischen Pflanzenschutz. Endlich kann sie sich von ihrer Ernte selbst versorgen und es bleibt sogar Überschuss übrig.

Gemeinsames Planen im Dorf

Doch das Projekt in Gowke nutzt nicht nur Lucy, sondern das ganze Dorf profitiert davon. Die Bewohner haben sich aufgrund der Beratung und der Schulungen dazu entschlossen, ihr Saatgut nun gemeinsam in Saatgutbanken zu verwalten und neue sichere Lagerhäuser zu bauen. „Früher gab es häufig einen Wettlauf mit Ratten und Mäusen um die Vorräte“, erinnert sich Lucy. Nun gibt es eine größere Planungssicherheit im Dorf.

In den neuen Lagerhäusern wird das Saatgut für die nächste Ernte aber auch die Vorräte der Dorfgemeinschaft sicher gelagert und nach strengen Vorgaben verwaltet. Dabei gibt jeder auch einen Anteil seiner Ernte für die Dorfbewohner ab, die nicht selbst für sich sorgen können. So werden die Bauern selbst zu Spendern.

Heute verkauft Lucy ihre Überschüsse auf dem Markt

Lucy hat nie ihren ungewöhnlichen Schritt von der Buchhalterin zur Bäuerin bereut: „Es war genau richtig, aufs Land zu ziehen und ich bin sehr dankbar für die Hilfe, die ich bekommen habe.“ Heute kann die 53-Jährige nicht nur ihre Großfamilie ernähren, sondern ist auch als Geschäftsfrau auf dem Markt erfolgreich.

Dem Beispiel von Lucy können mit Ihrer Unterstützung noch viele Kleinbauern folgen – in Simbabwe und anderen Ländern. Ihre Spende wirkt!

Aktuelle Kommentare

Keine Kommentare

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Beteiligen Sie sich an der Diskussion und schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel. Ihr Name/Nickname wird dabei veröffentlicht, Ihre E-Mail Adresse selbstverständlich nicht.

** Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihren Kommentar erst prüfen, bevor dieser auf der Webseite erscheint. Weitere Informationen finden Sie in unserer Nettiquette.

* Pflichtfeld
In Simbabwe z.B. schult die Welthungerhilfe Bauern in modernen Anbaumethoden. Mit 70 € erhält eine Familie ein hochwertiges Ackerbaugerät.
Scharfes Zeug: Neuanfang mit Chili in Simbabwe