Simbabwe nach den Wahlen: Hilfsaktivitäten müssen wieder aufgenommen werden

Demonstrationen im Vorfeld zu den Wahlen in Simbabwe. © Reuters/Hird
Demonstrationen im Vorfeld zu den Wahlen
in Simbabwe. © Reuters/Hird
Mit Einschüchterungskampagnen und Gewalt wurde die "Wiederwahl" Robert Mugabes und seiner ZANU-PF Partei in das Präsidentenamt erzwungen. Ein Ende der politischen wie wirtschaftlichen Krise in Simbabwe rückt somit erneut in weite Ferne. Unter der seit 1987 andauernden Führung Mugabes degenerierte Simbabwe vom einstigen Brotkorb des südlichen Afrikas in ein von Hunger, Elend und staatlicher Gewalt geplagtes Land.

Die Welthungerhilfe unterstützt seit Jahren die notleidende Bevölkerung in Simbabwe unter schwierigsten politischen und wirtschaftlichen Bedingungen. Aktiv ist sie insbesondere in den Bereichen ländliche Wasser- und Trinkwasserversorgung, landwirtschaftliche Bewässerung sowie Ernährungssicherung.

 

Hilfsaktivitäten sind unterbrochen

Die Diplomatie der internationalen Staatengemeinschaft war bisher erfolglos: Seit dem 4. Juni 2008 sind alle humanitären Hilfsaktivitäten durch Nichtregierungsorganisationen ausgesetzt. Schon jetzt ist absehbar, dass der Nothilfebedarf der Menschen in Simbabwe angesichts der ökonomischen Krise und der verregneten Ernte 2007/2008 steigen wird.

Die afrikanische Staatengemeinschaften (AU und SADC) stehen nun in der dringenden Pflicht, bei Mugabe Überzeugungsarbeit leisten, damit die Verteilung von Hilfsgütern und die Fortsetzung von Nothilfeprojekten wieder aufgenommen werden können.

Angesichts der weiterhin unzureichenden Nahrungsmittelversorgung der Menschen in Simbabwe sowie des Verfalls von sozialen Infrastruktureinrichtungen im Lande, plant die Welthungerhilfe ihr Engagement in ihren derzeitigen Bereichen weiter auszubauen. Die Projekte der Welthungerhilfe leisten Not- und Übergangshilfe und legen den Grundstein für aufbauende Entwicklungsmaßnahmen.

Erfahren Sie mehr über unsere weltweiten Hilfsprojekte!





Letzte Änderung an dieser Seite: 30.06.2008

Welthungerhilfe in Simbabwe

Ziel der Welthungerhilfe im Partnerland Simbabwe ist die Unterstützung der armen und marginalisierten Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Angestrebt wird eine Verbesserung der Ernährungssicherung. In diesem Zusammenhang werden Maßnahmen in den Bereichen Bewässerungsinfrastruktur und Wassermanagement zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion sowie Maßnahmen in der ländlichen Trinkwasserversorgung unterstützt.

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