Sohns Stiftung: Etwas vom eigenen Lebensglück an die Gesellschaft zurückgeben
Herr Sohns, Sie unterstützen mit der im Jahre 2003 gegründeten "Elisabeth und Eduard Sohns Stiftung" die Arbeit der Welthungerhilfe. Was ist das Motiv für Ihr Engagement?
Sohns: Ich bin zwar nur ein lauer Christ, aber ich finde, es sollte allen bedürftigen Menschen auf der Welt geholfen werden. Ich hatte immer viel Glück in meinem Leben und sehe, dass es sehr vielen Menschen in anderen Teilen unserer Welt überhaupt nicht gut geht. Mit meiner Frau Elisabeth, die leider inzwischen verstorben ist, war ich 51 Jahre glücklich verheiratet. Leider haben wir keine eigenen Kinder, aber meine Frau und ich hatten immer ein großes Herz für Kinder, und was von meinem Geld übrig bleibt, soll nach meinen Tod in die Stiftung fließen. Ich unterstütze sowohl das Kinderhospiz Regenbogenland als auch die Arbeit der Welthungerhilfe, in die ich sehr großes Vertrauen habe.
Haben Sie einen besonderen Bezug zu bestimmten Ländern?
Sohns: Das nicht, aber meine Frau und ich sind viel gereist in unserem Leben. Wir haben uns immer sehr für andere Menschen und andere Kulturen interessiert. Wenn wir zum Bespiel mit der MS Europa unterwegs waren, haben wir uns prinzipiell an einen Sechser-Tisch gesetzt. So haben wir einige spannende Menschen kennen gelernt. Ich bin nach wie vor neugierig aufs Leben und möchte informiert sein, was in der Welt passiert. Deshalb lese ich in Düsseldorf auch täglich die Rheinische Post.
Wie reagiert Ihr Umfeld auf Ihr Engagement?
Sohns: Meine Schwester lebt in der Nähe von Stuttgart. Mit ihr telefoniere ich täglich. Wir haben ein wunderbares Familienleben. Ich habe auch einen Schwager in den USA, Colorado Springs. Die finden das alle gut, dass ich das mit der Stiftung gemacht habe. In der Senioren-Residenz, in der ich lebe, werde ich auch dann und wann darauf angesprochen. Die Reaktionen sind durchweg positiv, - das kann ich schon sagen.
Das Interview führte Kerstin Rungberg
