Erdbeben in Haiti
Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden

Große Teile von Port-au-Prince liegen nach dem
Erdbeben in Trümmern.
(13.01.2009) Nach dem schweren Erdbeben liegen in Haiti die Häuser in Trümmern, die Stromversorgung ist zusammengebrochen, die Straßen sind zerstört und die Überlebenden tief traumatisiert. "Die Menschen sind schreiend und betend durch die Straßen gelaufen", berichtet Michael Kühn, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe in Haiti. "Sie schlafen draußen, denn sie trauen sich nicht mehr in die Häuser."
Um die Katastrophe nach der Katastrophe zu verhindern, stellt die Welthungerhilfe 100.000 Euro für die Opfer des Erdbebens bereit. Im Rahmen einer ersten Soforthilfe wird sie Betroffene mit lebenswichtigen Hilfsgütern wie Trinkwasser und Nahrungsmitteln versorgen. Mit Zelten und Planen können sich obdachlos gewordene Familien eine vorübergehende Notunterkunft schaffen. Die Welthungerhilfe wird dabei mit erfahrenen haitianischen Partnerorganisationen zusammenarbeiten.
Das Ausmaß der Schäden ist immer noch unübersichtlich, da kurz nach dem Beben die komplette Stromversorgung und die Kommunikationswege zusammengebrochen sind. "Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Die hohen Nahrungsmittelpreise haben die Lage in den vergangenen beiden Jahren weiter verschärft. Es gab Hungeraufstände, und jetzt wurde ihnen auch noch das wenige an Besitz genommen", sagt Michael Kühn. 
Michael Kühn,
Regionalkoordinator der
Welthungerhilfe in Haiti.Der Regionalkoordinator schätzt auch die Sicherheitslage als kritisch ein. "Dass in der Hauptstadt Präsidentenpalast und Kathedrale zerstört wurden, hat die Haitianer tief erschüttert. Präsidentenpalast und Kathedrale haben großen Symbolcharakter für Staatsgewalt und Religion. Die Region ist ohnehin fragil und könnte durch dieses Ereignis komplett aus den Fugen geraten. Die internationale Gemeinschaft muss entschlossen reagieren und wir brauchen dringend Spenden, um schnell helfen zu können."
Die Welthungerhilfe entsendet heute zwei Mitarbeiter des Nothilfeteams, die in den kommenden Tagen und Wochen die Nothilfemaßnahmen koordinieren und umsetzen werden.
Die Welthungerhilfe arbeitet seit 1974 auf Haiti und hat seither mehr als 124 Projekte im Wert von 60 Millionen Euro unterstützt. Derzeit sind sechs entsandte und 105 nationale Mitarbeiter auf der Karibikinsel beschäftigt. Die Projekte konzentrieren sich auf Ernährungssicherung, Bewässerung, Ressourcenmanagement und Trinkwasser.
Wir brauchen dringend Spenden, um schnell und direkt helfen zu können. Deshalb bitten wir Sie ganz nachdrücklich: Helfen Sie mit Ihrer Spende!
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