Krieg in Sri Lanka. Zahl der Flüchtlinge steigt auf 152.000.

Menschen in einem Flüchtlingscamp der
Regierung im Norden Sri Lankas.
© STR New / Reuters (01.05.2009) In Sri Lanka werden die Kämpfe um das Gebiet der tamilischen Rebellen unvermindert fortgesetzt. Die Zahl der Flüchtlinge, die sich in das von der Regierung kontrollierte Gebiet retten konnten, hat sich von 100.000 auf 152.000 erhöht. Nach vorsichtigen Schätzungen befinden sich noch immer 100.000 Menschen zwischen den Fronten.
Die Welthungerhilfe verteilt Hilfspakete und vor Ort gekochtes Essen an 3.000 Familien täglich. Außerdem hat sie am Stadtrand von Vavuniya 70 Behelfsunterkünfte gebaut, weitere sind geplant. "Die Menschen konnten nur das retten, was sie am Leib trugen. Sie waren schon tagelang unterwegs, sind abgemagert und ausgezehrt. Außerdem sind sie schwer traumatisiert, haben Verwandte, Freunde, Bekannte verloren, waren ständig unter Beschuss", berichtet Dirk Altweck, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe.
Die Flüchtlinge erhalten von der Welthungerhilfe die wichtigsten Haushaltsgegenstände, Kleidung und Hygieneartikel. Mütter bekommen zusätzliche für ihre kleinen Kinder Windeln, Seife und Moskitonetze und älteren Menschen werden einfache Betten bereit gestellt. Parallel zu den Hilfsgütern kümmern sich lokale Mitarbeiter in ersten Gesprächen um eine psychologische Betreuung, denn die Wochen unter Kriegsbeschuss haben viele Menschen stark traumatisiert. Seit Monaten schon versucht die Regierung in einer Großoffensive, die Rebellen der LTTE endgültig zu besiegen.
Förderungen
Auswertiges Amt: Verteilung von Haushaltsgegenständen, Kleidung, Hygieneartikel, psychologische Betreuung
ECHO: Unterkünfte, Notlatrinen, Nahrungsmittel (gekochtes Essen für 3.000 Familien täglich)
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