Welthungerhilfe begrüßt die Einstellung der Kampfhandlungen in Sri Lanka

Flüchtlinge in Sri Lanka. © Reuters
Flüchtlinge in Sri Lanka. © Reuters
(18.05.2009). Die Welthungerhilfe begrüßt die Einstellung der jahrelangen Kampfhandlungen zwischen der tamilischen Rebellengruppe LTTE und der Regierung in Sri Lanka. "Wir sind froh, dass die Menschen nicht mehr durch die schrecklichen Kämpfe bedroht werden", sagt Dirk Altweck, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe in Colombo. "Dennoch arbeiten wir weiterhin rund um die Uhr, um die Flüchtlinge im Norden des Landes vor allem mit Nahrungsmitteln zu versorgen."

In Omathai, einem kleinen Ort im Distrikt Vavuniya, unweit der Flüchtlingscamps, versorgt die Welthungerhilfe gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Sewalanka momentan täglich bis zu 3.500 erschöpfte Menschen mit Essen. "Die meisten Flüchtlinge erreichen uns völlig kraftlos und ausgemergelt. Viele sterben auf ihrem Weg zu den rettenden Stationen", so Altweck.

Auch in den Flüchtlingslagern ist die Welthungerhilfe tätig. In den letzten Wochen erhielten über 3.000 Familien neben Nahrungsmitteln Hygieneartikel wie Seife, Zahnpasta und Waschmittel. Weiterhin wurden Decken, Matten, Moskitonetze, Handtücher, Kleidung und Geschirr verteilt. Doch die Situation in den Camps spitzt sich durch das Anströmen der Menschen enorm zu. Zudem ist noch nicht bekannt, wie viele noch aus den ehemals umkämpften Gebieten die Lager erreichen werden.

"Die Regierung steht nun in der Pflicht, eine Strategie für die Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Dörfer zu entwickeln", sagt Altweck. Nach offiziellen Schätzungen handelt es sich um rund 250.000 Menschen, die wieder in ihre Heimat zurückgesiedelt werden müssen. Die Welthungerhilfe wird die Vertriebenen unterstützen, indem sie provisorische Unterkünfte baut und Saatgut sowie Arbeitsgeräte an die Familien verteilen wird.

Euro

© Copyright 2011 Deutsche Welthungerhilfe e.V. – ImpressumKontaktDatenschutz