Sri Lanka - Länderinformation

Hochebene in Sri Lanka, Teeplantagen. © Beßler
Hochebene in Sri Lanka, Teeplantagen. © Beßler

Der Inselstaat Sri Lanka liegt im Indischen Ozean nahe der Südspitze Indiens. Der Name der Insel bedeutet "glückliches Land". In Deutschland ist Sri Lanka vor allem durch die Tourismuswerbung (1.340 km Küste; 14 Prozent des Staatsgebietes sind Naturparks und Naturreservate) und durch seinen guten Tee bekannt.

Doch das vorgebliche "Inselparadies" ist durch einen langjährigen Bürgerkrieg gezeichnet: Seit 1983 kämpft die tamilische Rebellenorganisation Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) gegen die (singhalesisch dominierte) Regierungsmacht. Ihr Ziel: ein eigener, unabhängiger Tamilen-Staat im Nordosten der Insel.

 

Viele Tote und Flüchtlinge

Bisher forderte der Konflikt rund 80.000 Tote, fast eine Million Menschen wurden aus ihren Heimatdörfern und – städten vertrieben. Die meisten Flüchtlinge sind durch ihre Rückkehr in ihre Dörfer völlig mittellos geworden. Fast 80 Prozent der Menschen im Norden Sri Lankas leben unterhalb der Armutsgrenze.

 

Erfolgreiche Textilproduktion

Seit 1948 hat sich Sri Lanka von einem Agrar- zu einem Dienstleistungsland entwickelt. Größter Industriezweig ist die Textilindustrie, die besonders in den verschiedenen Freihandelszonen des Landes blüht. In diesen Gebieten produzieren ausländische Unternehmer für den Export. Zollfreiheit, Steuervorteile, freier Transfer der Gewinne und Beschränkungen der Rechte der Arbeiter machen diese Freihandelszonen für ausländische Unternehmer attraktiv. Die wichtigsten Exportwaren Sri Lankas sind neben Textilien, Tee, Edelsteine und Kokusnussprodukte.

 

Krieg vertreibt Touristen

Durch steigende Militärausgaben und eine stagnierende Wirtschaft als Folge des Bürgerkriegs leidet Sri Lanka jedoch unter großen wirtschaftlichen Problemen. Die Zahl der Devisen bringenden Touristen war seit der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens wieder angestiegen. Die Tsunami-Flutkatastrophe hat den Tourismus nur für kurze Zeit zurückgeworfen. Doch die Branche ist durch die jetzt aufflammenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Tamilen-Rebellen und Regierungsarmee wieder stärker bedroht.

 

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