Hilfe nach Sturm "Hubert" in Madagaskar durch Bereitstellung der Infrastruktur  

Der Sturm hat diese Brücke zerstört. Nun brauchen die Menschen Boote, um ans andere Ufer zu gelangen.
Der Sturm hat diese Brücke zerstört. Nun
brauchen die Menschen Boote, um ans
andere Ufer zu gelangen.
Die Westküste Madagaskars ist am 10. März 2010 gegen 23 Uhr Ortszeit von einem Wirbelsturm empfindlich getroffen worden. Das Sturmtief "Hubert" sorgte im Hochland für Erdrutsche und in den Niederungen für massive Überschwemmungen. Am schlimmsten betroffen ist der Südosten des Landes von Nosy Varika im Norden bis Vangaindrano im Süden. Die bisherige Schadensbilanz: Über 30 Todesopfer, mehrere Verletzte, Tausende Obdachlose, Hunderte zerstörte Häuser, geschätzte 20.000 Hektar landwirtschaftlicher Ertragsfläche wurden vernichtet, Teile der Nationalstraße wurden weggerissen.

 

Die Wassermassen rissen große Teilbereiche aus der Nationalstraße.
Die Wassermassen rissen
große Teilbereiche aus der
Nationalstraße.

Auf den Reisfeldern war die Saat bereits ausgebracht, so dass die Bäuerinnen und Bauern nun um ihre Ernteerträge bangen. Die Überschwemmungen spülten nicht nur die junge Aussaat davon, sondern zerstörten an manchen Stellen die Nationalstraße, die "Lebensader" der Region. Die Fahrzeuge können nun nicht mehr in die ländlichen Regionen vordringen, so dass es verstärkt zu Versorgungsengpässen bei der Bevölkerung kommt. Ein Anstieg der Preise für Nahrungsmittel sowie der Treibstoffe ist bereits spürbar. Auch eine Holzbrücke, die über einene Fluss führte, fiel den Wassermassen zum Opfer. Die Menschen müssen nun Boote benutzen, über die sie kaum verfügen, um an das andere Ufer zu gelangen.

Auch das an der Küste gelegene Millenniumsdorf der Welthungerhilfe, Anosikely, ist betroffen. Laut Aussagen von älteren Einwohnern sind dies die schlimmsten Überschwemmungen seit 1959.

Die Welthungerhilfe unterstützt die betroffenen Menschen, indem sie in einem ersten Schritt die Projektinfrastruktur in Manajari, Farafangana und Vangaindrano bereitstellt. Weil die Mobilität durch die Zerstörung der Straße und der Brücke stark eingeschränkt ist, stellt sie Fahrzeuge und Boote zur Verfügung. Zudem setzt sie verstärkt Personal ein und stellt ihre Vorratslager zur Verfügung. Hierdurch kann in enger Abstimmung mit weiteren internationelen Akteuren und den nationalen Regierungsstellen eine unverzügliche Versorgung der betroffenen Menchen mit Nahrungsmeittel realisiert werden. Darüber hinaus hat die Welthungerhilfe bereits begonnen, das Ausmaß der Ernteausfälle zu analysieren und plant zur Vermeidung einer Nahrungsmittelkrise die Verteilung von Reissaatgut zur erneuten Aussaat.  

 

Wir bitten um Ihre Hilfe für Anosikely unter dem Spendenstichwort: Hilfe für Anosikely

 

Euro

Letzte Änderung an dieser Seite: 18.03.2010
© Copyright 2011 Deutsche Welthungerhilfe e.V. – ImpressumKontaktDatenschutz