Sturm verwüstet Myanmar/Birma – Projektgebiete der Welthungerhilfe auch betroffen

Zerstörungen in Rangun, Myanmar. © Reuters
Der Zyklon "Nargis", der vor einigen Tagen in Myanmar/Birma mehrere Todesopfer forderte und Zehntausende Häuser zerstörte, hat auch Schäden in den Projektgebieten der Welthungerhilfe verursacht. In Than Tabin, ca. 45 Minunten mit dem Auto von der ehemaligen Hauptstadt Rangun entfernt, sind etwa 30 Prozent der Häuser zerstört bzw. beschädigt. Das berichtet uns Angela Schwarz, Regionalkoordinatorin der Welthungerhilfe in Myanmar, zu der die Bonner Zentrale der Welthungerhilfe erst etliche Stunden nach dem Sturm Kontakt aufnehmen konnte.
Es fänden zwar schon die ersten Aufräumarbeiten statt und die wichtigsten Straßenverbindungen seien nach und nach wieder passierbar. Allerdings gäbe es weder Strom noch Leitungswasser. Benzin und Trinkwasser seien nur noch begrenzt vorhanden und es sei schon jetzt absehbar, dass die Vorräte bald aufgebraucht sein werden.
Rüdiger Erler vom Nothilfeteam der Welthunger wird am Donnerstag in der Krisenregion eintreffen, um die Situation vor Ort einzuschätzen und die nötigsten Bedürfnisse der Menschen zu identifizieren. Die Regierung hat zugesagt, externe Hilfeleistungen über örtliche Dorf- und Stadtkomitees, den Union Solidarity and Development Associations (USDA), zuzulassen. Geklärt ist jedoch noch nicht, wie die Hilfe im Konkreten aussehen und ablaufen soll.
Projekte der Welthungerhilfe in Myanmar
Im Stadtteil Than Tabin, wenige Kilometer außerhalb von der Millionenstadt Rangun, sichert die Welthungerhilfe die Ernährung von 1.600 armen Haushalten in 18 Dörfern. Ein weiteres Projekt im gleichen Gebiet beinhaltet die Verbesserung der örtlichen Infrastruktur. In Rangun Stadt fördert die Welthungerhilfe gemeinsam mit ihrem Partner E.C.D.C. (EDEN) behinderte Kinder und Jugendliche.
Der Zyklon Nargis in Myanmar
Der Zyklon Nargis überzog zwischen dem dem 27. April und dem 3. Mai den Golf von Benaglen, Myanmar und Thailand. Der Wirbelsturm verursachte vor allem in Myanmar große Verwüstungen. Fünf Regionen, darunter auch das Irrawaddy-Delta und die ehemalige Hauptstadt Rangun mit insgesamt 24 Millionen Einwohnern wurden zum Katastrophengebiet erklärt.
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(Überschüssige Spendenbeiträge werden auch in anderen Nothilfe-Projekten der Welthungerhilfe eingesetzt.)
Welthungerhilfe in Myanmar
Die Welthungerhilfe ist seit 2002 in Myanmar tätig. Schwerpunkte der Arbeit sind die Ernährungssicherung, Armutsreduzierung, Wasserversorgung, Basisinfrastruktur und Nahrungsmittelhilfe. Hauptsächlich ist sie im Nordosten des Landes, in Außenbezirken von Rangun und im Irrawaddy-Delta tätig.
Hilfsprojekt in Myanmar
Gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Metta Development unterstützt die Welthungerhilfe seit Juni 2005 im Shan State rund 1.000 besonders bedürftige Familien. In der Mehrheit sind es Menschen, die den ethnischen Minderheiten der Wa, Lahu und Kachin angehören.
Hilfsprojekt in Myanmar: Gegen Drogen - für eine bessere Ernährung
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Länderinformationen über Myanmar
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