Darfur: Nahrungsmittel für Flüchtlinge


So leben viele Menschen in Darfur. © Meissner

Jahrelang lieferten sich im Sudan Regierungstruppen und Rebellenorganisationen  blutige Gefechte.  Der Staat und die Rebellen kämpften um politische Macht, Land und Erdölquellen. Plünderungen, Zerstörungen von Dörfern und Vergewaltigen begleiten den Krieg.

 

Die traditionellen Lebensformen der nomadisierenden Viehhalter und der ansässigen Landbauern sind inzwischen weitgehend zerstört. Sie haben ihr Vieh durch Plünderung oder Notverkauf verloren. Wegen der unsicheren Lage haben viele ihr Land und ihre Ackerflächen zurückgelassen. Drei Millionen Menschen befinden sich seit Kriegsbeginn zum Teil zum wiederholten Mal auf der Flucht.

 

Vielen Bauern wurde das Vieh gestohlen.
Vielen Bauern wurde das
Vieh gestohlen.

Verlassene Dörfer

Die Welthungerhilfe ist in der Region Darfur im Westen Sudans aktiv. Hier wurden im Verlauf des Bürgerkriegs fast 3000 Dörfer zerstört. Die Flüchtlinge haben keine Möglichkeit mehr, Felder zu bestellen und sich selbst mit Nahrung zu versorgen. Sie sind abhängig von Nahrungsmittelverteilungen und medizinischer Versorgung der Hilfsorganisationen.

 

Damit die Flüchtlinge nicht verhungern, verteilt die Welthungerhilfe mit dem Partner World Food Programme (WFP) Nahrungsmittel: Seit 2003 werden in den Gebieten Kutum, Mellit, Malha und Dar Zaghawa monatlich bis zu 600.000 Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln wie Linsen, Bohnen, Öl, Zucker und Getreide versorgt. Aktuell sind es noch rund 400.000 Menschen, die Unterstützung erhalten.

 

113.000 besonders Bedürftige wie Schwangere und Kinder erhalten außerdem proteinhaltige Zusatznahrung. Der Einsatz der Welthungerhilfe hat bewirkt, dass die Sterblichkeitsrate wegen Unterernährung deutlich zurückgegangen ist.

An Kinder wird proteinhaltige Zusatznahrung verteilt.
An Kinder wird proteinhaltige
Zusatznahrung verteilt. 

Schutzlose Bevölkerung

Der von den Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union entsandten Friedenstruppe UNAMID ist es bis heute nicht gelungen, die Bevölkerung vor Überfällen krimineller Banden zu schützen. In der derzeit angespannten Lage befindet sich die sudanesische Regierung (GoS) mit Rebellenorganisationen und Vertretern der Zivilgesellschaft in Friedensverhandlungen. Diese Verhandlungen lassen die Hoffnung aufkeimen, dass die Menschen in Darfur in Zukunft wieder ein normales Leben führen können.  

 

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Letzte Änderung an dieser Seite: 12.04.2011

Welthunger-Index 2011: Sudan

21.5 Besorgnis erregend
wenig Hungergravierend

Karte Sudan

Projektnummer

SDN 1077

Finanzierung

World Food Programme (WFP)

Projektdauer

seit 2003

Projektorte

Kutum, Mellit, Malha und Dar Zaghawa in Nord Darfur

Schwerpunkte

- Krisen, Konflikte und Katastrophen

- Sofort- und Überlebenshilfe für Kriegsopfer

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