Hilfsprojekt im Sudan: Nothilfe für Flüchtlinge in Darfur

Flüchtlinge in einem provisorischen Lager in Kutum/Sudan. © DWHH
Flüchtlinge in einem provisorischen Lager in Kutum/
Sudan. © WHH

Seit März 2003 leben mehr als zwei Millionen Menschen im Sudan traumatisiert in Angst und Schrecken und in Abhängigkeit von externer Versorgung mit Nahrungsmitteln. Seitdem die Regierungstruppen und die von ihnen unterstützte Milizengruppe, die Janjaweed, gegen verschiedene gegnerische Milizen grausam und brutal kämpfen, gehören Plünderungen, Vergewaltigungen, Zerstörungen von Häusern und der dörflichen Infrastruktur sowie das Stehlen von Vieh zum Alltag der vom Bürgerkrieg gebeutelten Menschen.

 

Ingeborg Schäuble bei der Nahrungsverteilung © Stevens
Ingeborg Schäuble bei der
Nahrungsverteilung.
© Stevens

Die Projektziele

Seit 2004 werden durch die Welthungerhilfe Vorkehrungen für die gesicherte Versorgung der Menschen getroffen und Verträge mit lokalen und internationalen Organisationen geschlossen, um die Nahrung in den bedürftigsten Gebieten verteilen zu können. Ziel des Projekts ist es, die Ernährungssicherung für 550.000 Opfer des Bürgerkriegs sicherzustellen.

Darüber hinaus sollen intern Vertriebene und Flüchtlinge bei der Rückkehr und der Rehabilitierung ihrer Heimatdörfer unterstützt werden. Hierzu gehört neben der Verteilung von Nahrungsmitteln in Zusammenarbeit mit dem bewährten lokalen Partner Kutum Agricultural Extension and Development Society (KAEDS), die Reparatur der vorhandenen defekten Wasserversorgung, die Errichtung von Transitcamps und daraufhin der Wiederaufbau der zerstörten Häuser.

Verarmte Haushalte mit Zugang zu Ackerland erhalten Saatgut (Sorghum und Hirse)  um die Voraussetzungen für einen Wiederaufbau der eigenen landwirtschaftlichen Produktion zu schaffen.

 

Flüchtlingskinder im Sudan © DWHH
Flüchtlingskinder im Sudan.
© WHH

Kein Frieden in Sicht

Die Sicherheitslage in Nord Darfur bleibt instabil, so dass bislang keine Flüchtlinge in ihre Dörfer zurückkehren konnten. Die Welthungerhilfe konzentriert sich nach wie vor darauf, die Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln, Hilfsgütern und Notunterkünften zu versorgen. Unterernährung und die hohe Anfälligkeit für Krankheiten, insbesondere bei Kindern, gehören zu den größten Problemen. 

Letzte Änderung an dieser Seite: 21.10.2009

Welthunger-Index 2009: Sudan

19.6 kritisch
wenig Hungergravierend

Mehr zum Welthunger-Index 2009

Karte Sudan

Projektnummer

SDN 1068

Finanzierung

World Food Programme (WFP)

Projektdauer

- Januar 2005 bis März 2010

Projektorte

- Kutum und Mellit in Nord Darfur

Schwerpunkte

- Krisen, Konflikte und Katastrophen

- Sofort- und Überlebenshilfe für Kriegsopfer und Opfer von Naturkatastrophen

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