Internationale Friedenskonferenz für Darfur
Sicherheitslage für Helfer und Flüchtlinge im Sudan weiter verschlechtert

Flüchtlingslager in Darfur, Sudan. © Meissner
(26.10.2007). Die Deutsche Welthungerhilfe bekräftigt ihre Sorge um die Sicherheit der Flüchtlinge wie auch der eigenen Helfer. Seit einigen Wochen ist es - im Vorfeld der anstehenden Friedenskonferenz für Darfur in Libyen - verstärkt zu bewaffneten Auseinandersetzungen in der Krisenregion gekommen.
"Unsere Sorge gilt den Menschen, die unter der katastrophalen Sicherheitslage leiden müssen", sagt Hans-Joachim Preuß, Generalsekretär der Welthungerhilfe in Khartum. Preuß macht sich gerade vor Ort ein Bild von der Lage. Sein Fazit: "Wir müssen bis zur Stationierung der geplanten gemeinsamen Truppe der Vereinten Nationen (UN) und der Afrikanischen Union (AU) mit noch mehr Gewalt rechnen."
Auch für die eigene Arbeit würden die Umstände immer prekärer: "Wir können einige Gegenden bereits nicht mehr mit Geländewagen erreichen, weil die Gefahr von bewaffneten Überfällen unterwegs zu groß geworden ist", so Preuß. Neben der Vielzahl unterschiedlicher Milizen- und Rebellentruppen seien zunehmend auch marodierende Kriminelle ein Gefahrenherd.
Preuß hat diese Woche unter anderem das Flüchtlingslager in Mellit besucht, wo mehr als 6.000 Menschen seit 2005 von der Welthungerhilfe betreut werden. "Wir können ihnen Lebensmittel und Wasser bringen, es gibt Übergangsschulen für Mädchen und Jungen. Aber die Menschen brauchen eine Perspektive – sie müssen irgendwann wieder zurück in ihre Dörfer gehen können."
Hans-Joachim Preuß (ab Samstag wieder in Bonn) und Johan van der Kamp (Regionalkoordinator in Khartum), stehen auf Anfrage als Interviewpartner zur Verfügung.
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Die Welthungerhilfe ist seit 1998 im Sudan in den Provinzen Nord-Darfur, West Kordofan und Unity State tätig. In Nord-Darfur versorgt sie 485.000 Menschen mit Lebensmitteln, in Unity State 185.000. Weitere Projektschwerpunkte sind Landwirtschaft, Ernährungssicherung und Trinkwasserversorgung.
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