Überlebenshilfe für die Menschen in Darfur

Marshall & Alexander wagten sich in das
Bürgerkriegsland Sudan. © Michael von Lingen
Obwohl ein Friedensabkommen zwischen der sudanesischen Regierung und der Rebellenorganisation SPLM/A nach einem mehr als 20 Jahre dauernden Bürgerkrieg getroffen wurde, bleibt die Situation in der Provinz Darfur, im Westen des Landes, weiterhin kritisch. Die durch die Regierung unterstützte Milizengruppe "Jenjaweed" kämpft gegen die Rebellengruppen und terrorisiert die Bevölkerung in der gesamten Provinz. Nahezu zwei Millionen Menschen sind gewaltsam aus ihren Dörfern vertrieben worden, unzählige sind traumatisiert und krank. Die meisten konnten nicht mehr als das nackte Leben retten und müssen seit Monaten in Lagern ausharren.

Sudanesische Kinder mit
einem Nahrungsmittelsack.
© DWHH
Die Flüchtlinge, mehr als 85 Prozent von ihnen sind Frauen, Kinder und Alte, berichten von Morden, Plünderungen, Vergewaltigungen und dem Niederbrennen ganzer Dörfer. Die Wasserversorgung ist katastrophal. Wegen der Kämpfe und der Dürre konnten im Herbst vergangenen Jahres nur 20 Prozent einer normalen Ernte eingefahren werden. Die Bevölkerung hat keine Vorräte mehr. Nach UN-Angaben können sich inzwischen 3,5 Millionen Menschen in Darfur nicht mehr selbst ernähren, vor einem knappen halben Jahr waren es noch 2,2 Millionen.

Flüchtlinge im Sudan.
© DWHHDie Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) versorgt monatlich in Nord-Darfur mehr als 250.000 Menschen. Die Maßnahmen für Flüchtlinge und Vertriebene richten sich aber auch an die arme ortsansässige Bevölkerung, die in ihrer Versorgung durch den Zustrom der völlig mittellosen Zugewanderten enorm belastet wird. Unterernährung und die hohe Anfälligkeit für Krankheiten wie Cholera, Malaria oder Hepatitis, insbesondere bei Kindern, werden zu einem täglich größeren Problem.

Kinder im Sudan. © DWHH
Im Rahmen der Nothilfemaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit der lokalen Hilfsorganisation KAEDS die vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) bereitgestellten Nahrungsmittel verteilt und einfache Notunterkünfte und Latrinen erstellt. Die betroffenen Menschen erhalten Hirse, Bohnen, Salz, Zucker und Öl und für Kinder, Schwangere und stillende Frauen werden proteinhaltige Zusatznahrung verteilt. Außerdem wird die ansässige Bevölkerung mit Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten ausgestattet, damit die Felder bestellt werden können und eigene Ernten wieder möglich sind.

Föderung der Ausbildung von
Kindern und Frauen. © DWHH
In Gebieten, die eine relative Sicherheit gewährleisten, werden heute schon Maßnahmen eingeleitet, um die Bevölkerung auf Dauer von fremder Hilfe unabhängig zu machen. Wenn die Menschen in ihre Heimatdörfer zurückkehren können, werden Wasserstellen eingerichtet und Materialien für Haus- und Latrinenbau bereit gestellt. Die landwirtschaftliche Produktion wird in mehreren Bereichen gefördert: Durch die Verteilung von Saatgut, die Bereitstellung von Eseln und Ziegen und durch die Ausbildung von Trainern in landwirtschaftlichen Anbautechniken. Lokale Schmiede stellen die landwirtschaftlichen Handgeräte her, die an die Kleinbauern verteilt werden. Frauen werden ausgebildet in der Herstellung verbesserter, energiesparender Öfen mit örtlich verfügbaren Materialien - denn Brennholz ist knapp und die Wege, die die Frauen für die Holzsuche auf sich nehmen, weit und gefährlich.
Hier können Sie helfen:
- Ein Überlebenspaket mit Nahrungsmitteln, Holzkohle und Saatgut für eine Familie kostet 32,- Euro.
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Scheckübergabe: Marshall und Alexander spendeten fast 24.000,- Euro
Bankverbindung
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Sparkasse KölnBonn
Kontonr.: 1115
BLZ: 370 501 98
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