
Wer an Südamerika denkt, hat Machu Piccho, Strände, Palmen und Regenwald vor Augen. Aber zurzeit erlebt die Region die schlimmste polare Kältewelle seit 46 Jahren, und diese könnte noch bis September anhalten. In kaum isolierten Häusern frieren die Menschen. Schätzungsweise 400 Menschen sind im strengsten südamerikanischen Winter seit langem bereits gestorben. Sie sind erfroren oder Lungenentzündungen und Erkältungen erlegen.

- Verteilung in Peru
In den Hochlagen Perus fielen die Temperaturen bis auf minus 23 Grad. Während man in Deutschland einfach die Heizung hochdrehen würde, bedeuten diese Temperaturen im Süden Amerikas eine Katastrophe. Die meisten Häuser sind kaum gedämmt, es zieht durch Türen und Fenster, Wärme bringen bestenfalls einfache Öfen oder auch nur offene Feuerstellen. Heizmaterial ist in den Hochlagen ohnehin immer knapp. Oft muss es in stundenlangen Märschen von weit her herangeschleppt werden.
"Dieser extreme Winter trifft wieder einmal die Ärmsten und Schwächsten am härtesten", erklärt Jeannette Weller, Regionalkoordinatorin der Welthungerhilfe in Lima, "und das heißt: Notstand bei vielen armen Bauern in hohen und abgelegenen Gebieten sowie akute Gefahr für die Alten und die Kinder."
Deshalb setzt die Nothilfe auch genau hier an. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit lokalen Partner ist eine schnelle und zielgerichtete Hilfe möglich. In Bolivien und Peru werden die Menschen derzeit mit warmen Jacken und Decken unterstützt.
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