Südsudan - Katastrophe stoppen

#ByTheEndOfSeptember: 1,5 Millionen Menschen im Südsudan droht eine Hungerkrise.

Sag später nicht, Du hättest nichts davon gewusst


Die Vereinten Nationen haben im Juli vor einer Hungerskatastrophe im Südsudan gewarnt und die internationale Gemeinschaft zum Handeln aufgerufen. Mit unserer Hashtag-Kampagne #ByTheEndOfSeptember sind wir diesem Appell gefolgt. In den letzten Monaten haben wir intensiv über den Bürgerkrieg und seine fatalen Folgen für die Menschen informiert. Zahlreiche Menschen in Deutschland haben uns dabei unterstützt: Blogger, Twitterer, Journalisten, Partner, Prominente und Spender haben #ByTheEndOfSeptember geteilt und mit dafür gesorgt, dass die Menschen im Südsudan nicht in Vergessenheit geraten.

Anfang Oktober ist die befürchtete Hungersnot nicht eingetreten. Noch nicht. Experten der Vereinten Nationen warnen davor, dass sich die Krise lediglich um einige Monate verschoben hat. Die Situation ist alles andere als rosig. Der Bürgerkrieg dauert weiter an und Millionen Menschen können nicht in ihre Dörfer und zu ihren Feldern zurückkehren und

  • 3,9 Millionen Südsudanesen haben laut UN nicht genug zu Essen;

  • 235.000 Kinder im Südsudan benötigen Hilfspakete gegen Mangelernährung;

  • 50.000 Kinder drohen bis Ende 2014 an den Folgen von Hunger zu sterben.

Südsudan nicht vergessen!


Deshalb bleiben auch wir am Ball. Wir unterstützen die Flüchtlinge auch in den nächsten Monaten mit Nahrungsmitteln, Saatgut und Werkzeugen. Wir twittern weiter unter #Südsudan und informieren über die aktuelle Situation vor Ort.

  • Bleiben auch Sie dabei und unterstützen unsere Bemühungen.

 

 


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Was passiert im Südsudan?

Ein junger Staat – auf Hilfe von außen angewiesen

Vor drei Jahren wurde unter großem Jubel das erste Mal die Flagge des Südsudans gehisst. Die Welt hatte einen neuen Staat. Heute ist von der Lebensfreude im Land nichts mehr übrig: Der politische Machtkampf zwischen dem ehemaligen Vizepräsident Machar und Präsident Kiir Mayardit hat seit Beginn des gewalttätigen Konflikts Millionen Menschen aus ihren Wohnorten vertrieben. Die, die Macheten und Gewehren entkommen sind, benötigen Hilfe von außen – um nicht an Hunger zu sterben.

Bisher haben internationale Entwicklungsorganisationen 3,1 Millionen Menschen im Südsudan erreicht. Die humanitäre Hilfe hat Leben gerettet, doch noch immer sind 1,4 Millionen Menschen auf der Flucht und 3,9 Millionen Menschen auf humanitäre Unterstützung angewiesen.

Die Welthungerhilfe ist in der Region seit mehr als 20 Jahren aktiv. Auch dieses Jahr hat sie die Menschen dabei unterstützt, die Ernte einzufahren. Dank der Erträge kann in diesem Jahr eine Hungersnot abgewendet werden. Doch es ist damit zu rechnen, dass die Vorräte lange vor der Einfuhr der nächsten Ernte verbraucht sein werden. Eine Entwarnung kann also nicht gegeben werden!

Wie geht es weiter?

Die Hilfe muss weitergehen! Um eine Zuspitzung der Situation zu verhindern, werden laut UN noch in diesem Jahr noch 505 Millionen Euro benötigt.

  • Weitere 215 Millionen Euro müssen bereitgestellt werden, damit notwendige Hilfsmaßnahmen für 2015 vorbereitet werden können.
  • Die Konfliktparteien müssen die Friedensvereinbarungen von Addis Abeba umsetzen. Sie müssen Verhandlungen aufnehmen, die Zivilisten schützen und dürfen die humanitäre Hilfe nicht behindern.

Die Welthungerhilfe steht den Menschen weiter bei der Hungerbekämpfung zur Seite: Sie verteilt unter anderen Nahrungsmittel, Saatgut und Werkzeug für den Ackerbau an die Bauern. Außerdem unterstützen wir tausende Fischerfamilien mit Fischerequipment. Unter #Südsudan halten wir Sie weiter über unsere Arbeit auf dem Laufenden.

(Aktualisiert am 09.10.2014)

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