Südsudan: Nothilfe für die Rückkehrer

Rückkehrer aus Nordsudan in Ariath. © Pilar

Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt. Am 9. Juli 2011 stimmten 99 Prozent der Südsudanesen für die Loslösung vom Norden des Landes. Nach langem Konflikt war das Referendum die Voraussetzung für den neuen Staat. Eine eigenständige Entwicklung des ölreichen Südsudans ist nun möglich – wenn die Lage im Land stabil bleibt. Der Schritt zur Unabhängigkeit hat die Situation im Rest des Landes aber zusätzlich verkompliziert.

Hunderttausende Rückkehrer die während des Bürgerkriegs von 1983 bis 2005 vertrieben wurden, drängen in ihre alte Heimat, um gemeinsam den neuen Staat aufzubauen. Mit dem Nötigsten im Gepäck, begeben sie sich auf tagelange Märsche und erreichen häufig nur völlig erschöpft ihr Ziel. Doch nicht nur die Rückkehrer, auch große Teile der ansässigen Bevölkerung sind kaum noch in der Lage für die eigene Existenz zu sorgen. Der Südsudan ist auf Hilfe angewiesen.

Rückkehrer aus dem Nordsudan.
Rückkehrer aus dem Nordsudan.

Seit April 2011 unterstützt die Welthungerhilfe die Rückkehrer und die verarmte Bevölkerung im Bundesstaat Nord Bahr al-Ghazal. Besonders Kinder leiden hier unter den Zuständen. Mit einer warmen Mahlzeit täglich, werden deshalb rund 750 Schulkinder versorgt. Um Armut und Hunger erfolgreich zu bekämpfen, können die bedürftigsten Familien für fünf Monate zusätzlich ein Lebensmittelpaket mit Maismehl, Bohnen, Speiseöl, Salz und Zucker erhalten. Um den Schulalltag für die Kinder fortzusetzen, errichtet die Welthungerhilfe 15 Notklassenräume, die mit Küchen und sanitären Anlagen ausgestattet sind.

Der Gesundheitszustand vieler Kinder ist kritisch.
Der Gesundheitszustand vieler Kinder ist kritisch.

Mit Hilfe des Auswärtigen Amtes wurden die Menschen auch mit elementaren Dingen versorgt: So soll die Ausgabe von Wasserkanistern und Desinfektionstabletten verhindern, dass noch mehr Kleinkinder, stillende Mütter und Schwangere durch verunreinigtes Wasser krank werden. Die medizinische Situation bleibt zudem schwierig. Es gibt nur wenige und schlecht ausgestattete Erste-Hilfe-Stationen. Mit ihrem Partner Concern Worldwide, hat die Welthungerhilfe drei Gesundheitsstationen bereits wieder aufgebaut und mit den nötigen Instrumenten und Medikamenten ausgestattet. Auch das Personal wurde in Schulungen weitergebildet.

Rund 500 unterernährte Kleinkinder, stillende Mütter und Schwangere, haben dringend notwendige Zusatznahrung erhalten. Sie sollen sich – wie der junge Staat – von Anfang an gesund und kräftig entwickeln.

Euro

Letzte Änderung an dieser Seite: 23.01.2012

Weitere Informationen

Orientierungsrahmen Nothilfe

Projektnr.

- SSD 1002

- SSD 1001-11

- SSD 1004

Projektlaufzeit

Seit März 2011

Schwerpunkte

- Nothilfe
- Soziale Infrastruktur

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