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Südsudan - Nothilfe für Flüchtlinge

Nothilfe im Südsudan

Hungersnot aufgrund anhaltender Kämpfe und Dürre

Leid, Vertreibung und Hunger sind bereits seit Jahren ständiger Begleiter im Südsudan. Doch die aktuelle Situation könnte bedrohlicher kaum sein. Etwa 5,5 Millionen Menschen können sich dort nach Angaben von UN OCHA durch die andauernden Kämpfe nicht mehr selbst versorgen. Die ganze Region, das Horn von Afrika leidet zudem unter einer schweren Dürre. Die Welthungerhilfe ist in dem von einer Hungersnot betroffenen Bundesstaat Unity State seit Jahren tätig und versorgt derzeit rund 350.000 Menschen mit Nahrungsmitteln. 

Auswirkungen der anhaltenden Krise im Südsudan

  • Über 3,9 Millionen Menschen haben ihr Zuhause verlassen, zwei Millionen sind Vertriebene im eigenen Land, 1,9 Millionen sind in Nachbarländer geflohen. Sie suchen Schutz in sichereren Gebieten oder in Flüchtlingscamps. Doch die Bedingungen dort sind schlecht, es fehlt an Zelten, Wasser und Hygiene. Die meisten der Flüchtlinge sind von Nahrungsmittellieferungen abhängig.
  • Mehr als 5.000 Fälle von Cholera-Erkrankungen wurden seit Mitte 2016 erfasst, größtenteils in der Nilregion.
  • 1,64 Milliarden US Dollar sind laut UN OCHA nötig, um 5,8 Millionen Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen.
Die Lebensbedingungen im Südsudan und das extreme Klima stellen die Menschen vor große Herausforderungen - gerade in Krisenzeiten. © Rosenthal
Die Lebensbedingungen im Südsudan und das extreme Klima stellen die Menschen vor große Herausforderungen - gerade in Krisenzeiten. © Rosenthal
Mehr als 5 Millionen Südsudanesen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die bereits bestehenden Flüchtlingslager in den noch sicheren Gebieten können die Hilfesuchenden kaum noch aufnehmen. © Rosenthal
Mehr als 5 Millionen Südsudanesen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die bereits bestehenden Flüchtlingslager in den noch sicheren Gebieten können die Hilfesuchenden kaum noch aufnehmen. © Rosenthal
Bei Überschwemmungen steigt die Seuchengefahr rapide. Die Welthungerhilfe versorgte bislang 30.000 Menschen mit Chlortabletten, Seife und Wasserkanistern. © Brockmann
Bei Überschwemmungen steigt die Seuchengefahr rapide. Die Welthungerhilfe versorgte bislang 30.000 Menschen mit Chlortabletten, Seife und Wasserkanistern. © Brockmann
Die Menschen in den Flüchtlingslagern im Südsudan benötigen vor allem eins - ein Dach über dem Kopf. © Rosenthal
Die Menschen in den Flüchtlingslagern im Südsudan benötigen vor allem eins - ein Dach über dem Kopf. © Rosenthal

Die Hoffnung auf ein friedliches Leben im Südsudan wurde Ende 2013 in blutigen Unruhen begraben. Nur zwei Jahre nach der Unabhängigkeit vom Sudan forderten bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern des Präsidenten Kiir und des ehemaligen Vizepräsidenten Machar zehntausende Tote. Immer wieder kommt es seither zu Kämpfen, Gewalt und Flucht.

Die Menschen haben Angst, fast 3 Millionen Menschen sind auf der Flucht, 1,9 Millionen davon im eigenen Land. Seit erneuter heftiger Gewaltausbrüche im Juli 2016 hat sich die Situation noch einmal verschärft. Auch in so wichtigen Zeiten wie der Aussaat legen die Konfliktparteien ihre Waffen nicht nieder. Die Folge: Viele Felder konnten im letzten Jahr erneut nicht bestellt werden. Und das in einem Land, in dem 90 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben. Die dringend benötigten Ernten im Juli und August fielen aus. Arbeitsplätze und andere Einkommensquellen gibt es kaum. Die Preise für Nahrungsmittel steigen, die Inflationsrate ist hoch. Mehr als 80 Prozent ihres Geldes geben die Südsudanesen heute im Schnitt für ihr Essen aus. Für das Jahr 2017 warnen Experten vor Lebensmittelunsicherheit von noch nie dagewesenem Ausmaß. 

So hilft die Welthungerhilfe im Südsudan

  • Nothilfe: Die Welthungerhilfe versorgt Flüchtlinge in Camps mit Notunterkünften, Trinkwasser,  Hygiene-Maßnahmen und Nahrung.
  • Ländliche Entwicklung: Gemeinsam mit der Bevölkerung baut die Welthungerhilfe Deiche auf und Bäume an, um die jährlichen Fluten besser kontrollieren zu können und so Ernten zu sichern. Kleinbauern lernen, welche Anbaumethoden ihre Ernte verbessern, erhalten Saatgut und landwirtschaftliche Werkzeuge sowie Unterstützung in der Pflege und medizinischen Versorgung ihres Viehs.
  • Bildung: Gemeinsam mit der Alliance2015 werden Schulen und Zentren für kleine Kinder aufgebaut.

Der Grund für die Not ist die Gewalt, das Leid trägt die Bevölkerung

Die Ursachen der großen Not im Südsudan liegt in der Gewalt. Schon seit den 1950er-Jahren leben die Menschen fast ununterbrochen mit bewaffneten Konflikten, mehr als 2,5 Millionen Menschen verloren dabei ihr Leben. Der Kreislauf von Hunger, Gewalt und Not wird ohne strukturelle Veränderungen kaum zu durchbrechen sein. Die Leidtragenden aber sind in der Bevölkerung. Über acht Millionen Menschen brauchen weiterhin Unterstützung von außen. Helfen Sie ihnen und spenden Sie! 

Die Welthungerhilfe arbeitet gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm (WFP), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Südsudan.

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Kontakt
Kerstin Bandsom

Kerstin Bandsom

Informationsstelle

+49 228-22 88 127

Staubige Savanne im Südsudan. © Gethmann
"Es gab dieses Jahr kaum Regen und es steht schlecht um die Ernte."