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Südsudan - Nothilfe für Flüchtlinge

Nothilfe im Südsudan

2,3 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Es gilt erneut eine Hungersnot abzuwenden.

Die Lage im Südsudan bleibt unsicher. 5,1 Millionen Menschen brauchen nach Angaben von UN OCHA dringend Unterstützung. 4,8 Millionen Südsudanesen sind von Hunger bedroht. Grund dafür sind die Folgen bewaffneter Konflikte und El Niño.

Die Lebensbedingungen im Südsudan und das extreme Klima stellen die Menschen vor große Herausforderungen - gerade in Krisenzeiten. © Rosenthal
Die Lebensbedingungen im Südsudan und das extreme Klima stellen die Menschen vor große Herausforderungen - gerade in Krisenzeiten. © Rosenthal
Mehr als 5 Millionen Südsudanesen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die bereits bestehenden Flüchtlingslager in den noch sicheren Gebieten können die Hilfesuchenden kaum noch aufnehmen. © Rosenthal
Mehr als 5 Millionen Südsudanesen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die bereits bestehenden Flüchtlingslager in den noch sicheren Gebieten können die Hilfesuchenden kaum noch aufnehmen. © Rosenthal
Bei Überschwemmungen steigt die Seuchengefahr rapide. Die Welthungerhilfe versorgte bislang 30.000 Menschen mit Chlortabletten, Seife und Wasserkanistern. © Brockmann
Bei Überschwemmungen steigt die Seuchengefahr rapide. Die Welthungerhilfe versorgte bislang 30.000 Menschen mit Chlortabletten, Seife und Wasserkanistern. © Brockmann
Die Menschen in den Flüchtlingslagern im Südsudan benötigen vor allem eins - ein Dach über dem Kopf. © Rosenthal
Die Menschen in den Flüchtlingslagern im Südsudan benötigen vor allem eins - ein Dach über dem Kopf. © Rosenthal

Die Hoffnung auf ein friedliches Leben im Südsudan wurde Ende 2013 in blutigen Unruhen begraben. Nur zwei Jahre nach der Unabhängigkeit vom Sudan forderten bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern des Präsidenten Kiir und des ehemaligen Vizepräsidenten Machar zehntausende Tote. Immer wieder kommt es seither zu Kämpfen, Gewalt und Flucht.

Die Menschen haben Angst, 2,3 Millionen Menschen sind geflohen. Auch in so wichtigen Zeiten wie der Aussaat legen die Konfliktparteien ihre Waffen nicht nieder. Die Folge: Viele Felder konnten dieses Jahr erneut nicht bestellt werden. Und das in einem Land, in dem 90 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben. Die dringend benötigten Ernten im Juli und August fallen aus. Arbeitsplätze und andere Einkommensquellen gibt es kaum. Die Preise für Nahrungsmittel steigen, die Inflationsrate ist hoch. Mehr als 80 Prozent ihres Geldes geben die Südsudanesen heute im Schnitt für ihr Essen aus.

Auswirkungen der anhaltenden Krise im Südsudan

  • 4,8 Millionen Menschen sind laut UN von Hunger bedroht, das sind ein Drittel der Bevölkerung. 686.000 von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren. 
  • 30.000 von ihnen sind in akuter Lebensgefahr durch den Hunger.
  • 2,3 Millionen Menschen haben ihr Zuhause verlassen, 1,7 Millionen sind Vertriebene im eigenen Land, 665.000 sind in Nachbarländer geflohen. Sie suchen Schutz in sichereren Gebieten oder in Flüchtlingscamps. Doch die Bedingungen dort sind schlecht, es fehlt an Zelten, Wasser und Hygiene. Die meisten der Flüchtlinge sind von Nahrungsmittellieferungen abhängig.
  • Mehr 1,3 Milliarden US Dollar sind nötig, um eine erneute Krise abzuwenden und den Hunger zu überwinden (2016 South Sudan Humanitarian Response Plan).
Konflikte im Südsudan auf einer Karte
Karte der Konflikte im Südsudan aus dem Welthungerindex.

So helfen wir den Menschen im Südsudan, die Notsituation zu überwinden:

  • Nothilfe: Die Welthungerhilfe versorgt Flüchtlinge in Lagern mit Notunterkünften, Frischwasser,  Hygiene-Maßnahmen und Nahrung.
  • Ländliche Entwicklung: Gemeinsam mit der Bevölkerung bauen wir Deiche auf und Bäume an, um die jährlichen Fluten besser kontrollieren zu können und so Ernten zu sichern. Kleinbauern lernen, welche Anbaumethoden ihre Ernte verbessern, erhalten Saatgut und landwirtschaftliche Werkzeuge sowie Unterstützung in der Pflege und medizinischen Versorgung ihres Viehs.
  • Bildung: Gemeinsam mit der Alliance2015 bauen wir Schulen und Zentren für kleine Kinder auf.

Der Grund für die Not ist die Gewalt, das Leid trägt die Bevölkerung

Die Ursachen der großen Not im Südsudan liegt in der Gewalt. Schon seit den 1950er-Jahren leben die Menschen fast ununterbrochen mit bewaffneten Konflikten, mehr als 2,5 Millionen Menschen verloren dabei ihr Leben. Der Kreislauf von Hunger, Gewalt und Not wird ohne strukturelle Veränderungen kaum zu durchbrechen sein. Die Leidtragenden aber sind in der Bevölkerung. Über acht Millionen Menschen brauchen weiterhin Unterstützung von außen. Helfen Sie ihnen und spenden Sie! 

Die Welthungerhilfe arbeitet gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Südsudan.

Aktuelle Berichte zum Projekt
Gärten der Hoffnung

Gärten der Hoffnung

Wasser und Saatgut für den Südsudan

Im Südsudan herrscht noch immer Gewalt, doch in Northern Bahr al Ghazal keimen zarte Pflanzen der Hoffnung! Die Menschen kämpfen in ihren Gärten für eine bessere Zukunft.

Hilfe aus der Luft!

Hilfe aus der Luft!

Hilfspakete für Flüchtlinge im Südsudan

(September 2014) Hirse, Linsen und Bohnen aus der Luft. Da Schlamm und Rebellengruppen die Wege unpassierbar machen, kommen unsere Hilfspakete nur mit dem Helikopter und via Airdrops bei geflüchteten Familien an.

Verloren trotz Freiheit

Verloren trotz Freiheit

Unsere Nothilfe für die Flüchtlinge im Südsudan

(Juli 2014) Wie ist das Leben im Flüchtlingslager? Unser Nothilfe-Team bei der Arbeit im Südsudan.

Verteilungen im Südsudan

Verteilungen im Südsudan

Helfer und Flüchtlinge sind nervös und angespannt

(Juni 2014) Jürgen Mika vom Nothilfe-Team der Welthungerhilfe erzählt von seiner Arbeit im Flüchtlingslager im Südsudan.

Leben im Ausnahmezustand

Leben im Ausnahmezustand

In Bentiu ist nichts mehr, wie es vorher war

(Mai 2014) Im April 2014 töteten Rebellen hunderte Zivilisten in der Stadt Bentiu im Südsudan. Auch für die Welthungerhilfe hat sich seitdem einiges verändert.

Hoffen und Warten

Hoffen und Warten

Ohne Frieden keine Entwicklung

(Mai 2014) Seit den 90ern arbeitet die Welthungerhilfe schon im Südsudan. "Die Hoffnung aufgeben hieße, die Menschen aufgeben", so Vorstandsmitglied Mathias Mogge.

Die Kunst des Überlebens

Die Kunst des Überlebens

Bucay Deng kennt das Leid der Flüchtlinge

(Februar 2014) Bucay Deng, Programmkoordinatorin der Welthungerhilfe, kennt das Leid der Flüchtlinge im Südsudan – aus eigener Erfahrung. Lesen Sie hier ihre Geschichte.

Viele Menschen z.B. im Südsudan sind auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg. Mit Ihrer Spende helfen Sie dort, wo die Not am größten ist.
Weltflüchtlingstag 2016
Staubige Savanne im Südsudan. © Gethmann
"Es gab dieses Jahr kaum Regen und es steht schlecht um die Ernte."