Keine Ruhe in den Sundarbans: Erneute Flutwellen erschweren Hilfe nach Sturm "Aila"

Bildergalerie: Nach Zyklon "Aila" und weiteren Flutwellen (Juni 2009)

Retten, was zu retten ist: Die Opfer des Sturms bergen alles, was ihnen noch geblieben ist.
Retten, was zu retten ist: Die Opfer des
Sturms bergen alles, was ihnen noch
geblieben ist.
Nachdem der Zyklon "Aila" am 25. Mai 2009 schwerste Zerstörungen in den Sundarbans verursachte, wurde das Flussdelta am vergangenen Wochenende erneut von hohen Flutwellen getroffen. "Auslöser waren diesmal die Kräfte der Gezeiten, die bei Vollmond meterhohe Wasserwände entstehen lassen können", berichtet Dr. Bernhard Höper, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe für Indien. Erneut wurden Deiche und Hunderte Dörfer überflutet. Leidtragende sind wieder einmal die Menschen, die schon unter den Auswirkungen von "Aila" zu leiden hatten.

 

 

Die Welthungerhilfe verteilt Mahlzeiten aus mobilen Feldküchen an die Opfer.
Die Welthungerhilfe verteilt
Mahlzeiten aus mobilen
Feldküchen an die Opfer.
Unermütliche Hilfe

Die langjährige Partnerorganisation der Welthungerhilfe, Sri Ramkrishna Ashram Nimpith (SRAN), versorgt die Betroffenen unablässig mit dem Lebensnotwendigen wie Trinkwasser, Nahrungsmitteln und provisorischen Unterkünften. Nach Angaben des Alliance 2015-Partners Concern haben mehrere Tausend Menschen Zuflucht in Schulen und anderen sicheren Plätzen gesucht. Angeschwemmte Kadaver toter Tiere verseuchen das vorhandene Trinkwasser aus Brunnen und anderen Vorrichtungen. Die Angst vor Epidemien in der Region macht sich breit.

 

 

Schwere Zerstörungen in den Dörfern.
Schwere Zerstörungen in
den Dörfern.
Folgen noch nicht überschaubar

Obwohl noch keine absoluten Zahlen vorliegen, ist abzusehen, dass der durch "Aila" entstandene Schaden immens ist. "Die Auswirkungen des Sturms übersteigen die gegenwärtigen Bewältigungskapazitäten der Menschen in West-Bengalen", so Höper. "Frauen, Kinder, alte Menschen und Betroffene in den schwer zugänglichen Gebieten verfügen nur über geringe Möglichkeiten, um sich selber zu helfen. Da der staatliche Apparat nur langsam vorwärts kommt, ist ein Eingriff und eine enge Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen unumgänglich."

Mehr als sechs Millionen Menschen waren von den Folgen des Zyklons Aila in Indien und Bangladesch betroffen. Allein über eine Million Sturmopfer meldete kurz darauf die Partnerorganisation der Welthungerhilfe, Sri Ramkrishna Ashram Nimpith (SRAN), in ihrem Projektgebiet in den Sundarbarns. Dort ist die Welthungerhilfe schon seit 30 Jahren tätig. Das Flussdelta besteht aus 102 Inseln und liegt südlich von Kalkutta am Golf von Bangalen.

Euro

© Copyright 2011 Deutsche Welthungerhilfe e.V. – ImpressumKontaktDatenschutz