Veröffentlichungen: Teresa Ruiz Rosas
Der Kopist
Roman
Aus dem peruanischen Spanisch von Alicia Padrós
Preis: 15,50 Euro, 128 Seiten, ISBN 3-250102954, erschienen im Ammann Verlag (1996)
In Lima, ist es endlich soweit. Als die selbstbewusste junge Frau unerwartet in der muffigen Wohnung auftaucht wie ein "Geschenk des Himmels", beginnt Amancio Castro der Kopf zu dröhnen vor Glück und der biedere Kopist, der seit Jahren gewissenhaft die Meisterwerke des Komponisten Lope Burano kopiert, fühlt sich urplötzlich beschwingt wie ein zweiter Mozart.
So verheißungsvoll und heiter lässt sich diese in zwei verschiedenen Versionen erzählte "Liebesge-schichte«"an, die in ein dunkles Labyrinth des Begehrens und der Eitelkeit führt.
Souverän und erbarmungslos lotet Teresa Ruiz Rosas in ihrem Roman die Untiefen der menschlichen Seele aus, aber sie schreibt kein tiefschwarzes, grimmiges Melodram, mit Sinn für Ironie zeigt sie auch das Lächerliche und Groteske, das sich in den Abgründen des Horrors und des Erhabenen verbirgt.
Wegziehen – Ankommen. Frauen in fremden Kulturen.
Anthologie
Preis: 11,90 Euro, 176 Seiten, ISBN 3-89502-152-0, erschienen bei Horlemann (2002)
In der Anthologie "Wegziehen – Ankommen" stellen Frauen ihre unterschiedlichen Beweggründe dar, aus denen sie ihre Heimat verlassen haben, ihre Erfahrungen beim Ankommen, beim Verweilen und Bleiben – Beispiele für geglückte und weniger glückhafte Migration, unter anderem Texte von: Dr. Rodica Binder, Safeta Obhodjas, Birgit Vanderbeke, Emine Özdamar, Undine Gruenter, Ruth Zucker, Verena Stefan, Margot Ehrich, Hung-min Krämer, Teresa Ruiz Rosas, Dr. Pilar Baumeister, Elke Hermannsdörfer, Gabrielle Alioth, Zdenka Becker.Regina Keil, Thomas Brückner.
Für Wanderungen gibt es die vielfältigsten Gründe, und manche von ihnen sind durchaus frauenspezifisch. Nicht nur gravierende Probleme wie materielle Not, Krieg, Menschenrechtsverletzungen usw. veranlassen Frauen und Männer zum Reisen, zum Wegziehen, zum woanders Ankommen. Mobilität ist auch ein Ausdruck von Lebensfreude, von Neugier, kosmopolitischem Denken, von der Lust, andere Menschen kennen zu lernen, mit ihnen zu leben, andere Sprachen zu erlernen und teilzuhaben an einer anderen Lebenswirklichkeit. Der Wunsch, ein anderes Land und seine Leute entdecken, ist zuallererst ein positiver Antrieb, dem man hier bei uns mit der gleichen Gastfreundschaft begegnen sollte, die man erwartet, wenn man selbst auf Reisen ist.
Mohnblumen auf schwarzem Filz
Eine Anthologie der Initiative LiBeraturpreis
Preis: 9,90 Euro, 352 Seiten, ISBN 3-293-20108-3, erschienen beim Unionsverlag (1998):
Dieses Lesebuch mit den bekanntesten Autorinnen aus vier Kontinenten lädt ein zu einer Entdeckungsreise durch die Hemisphäre des Südens. Es erscheint zum 10-jährigen Jubiläum des LiBera-turpreises. Und so lautete auch das Ziel der Initative LiBeraturpreis, die das Interesse an der Literatur aus den südlichen Regionen wecken und eine Annäherung an diese Kulturen anregen möchte. Das Netz, an dem die Erzählerinnen weben, spannt sich von Indien bis Brasilien, Neuseeland bis Mexiko, Ägypten bis Guadeloupe.
Sie "Schreiben, was nicht gesagt werden darf", lautet der Titel einer Erzählung, und so handeln die Geschichten, die alle das erste Mal auf deutsch erscheinen, von Frauen, die aus der Rolle fallen, als Tochter oder Mutter, Geliebte oder Gattin, Studentin oder Schriftstellerin. Ein aufschlussreiches Nachschlagewerk mit Biographien und Fotos der Autorinnen.
Eine Blume auf dem Platz des schönen Todes
Erzählungen aus dem peruanischen Alltag
Preis: 17 Euro, 191 Seiten, ISBN 3-86034-131-6, erschienen bei Haus der Kulturen der Welt und edition día (1994)
Beitrag von Teresa Ruiz Rosas:
Hinter der Calle Toledo
Aus dem peruanischen Spanisch von Astrid Schmitt-Böhringer
16 Erzähler entwerfen ein facettenreiches Bild des Andenstaates. Die achtziger Jahre haben Peru einen Umbruch sondergleichen beschert: Schuldenkrise, Terrorismus des "Leuchtenden Pfads", Landflucht, Versalummung der Großstädte und moderne Verkehrs- und Kommunikationssysteme.
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Stephanie Schmücker
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