Teufelskreis der Armut

Ausmass und Folgen von Hunger

Die Mehrheit der Betroffenen lebt in Entwicklungsländern

Auch in Industrieländern gibt es Hungernde – immerhin 19 Millionen.

Etwa zwei Drittel aller Hungernden leben auf dem Land und damit ausgerechnet dort, wo Nahrung produziert wird. Die meisten von ihnen leben in kleinbäuerlichen Familien, die sich jedoch von dem, was sie anbauen, ernten und verkaufen, nicht ausreichend ernähren können.

In Zeiten großen Hungers suchen Notleidende Hilfe in Flüchtlingslagern in den Städten. © Meissner

Besonders Frauen sind von Hunger betroffen. Wenn die Männer auf der Suche nach einem besseren Einkommen in die Städte ziehen, werden sie mit den Kindern zurückgelassen. Dann sind sie allein für das Überleben der Familie – und damit für Haushalt und Landwirtschaft – verantwortlich. Zwar steigt die Anzahl der städtischen Hungernden in vielen Teilen der Welt aufgrund des Verstädterungsprozesses rapide an, doch noch bis Mitte dieses Jahrhunderts wird die Mehrzahl der Hungernden in ländlichen Räumen leben.

Hunger bedeutet auf der einen Seite enormes individuelles Leid, auf der anderen Seite stellt er eine ungeheure Belastung für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes dar. Insbesondere der Verlust an Produktivität und Arbeitskraft wirkt sich auf das ganze Land aus: Eine Gesellschaft, die von Hunger geprägt ist, kann sich wirtschaftlich und sozial nicht entwickeln.

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