Der Treibhauseffekt: Kurz und knapp erklärt
Ohne den natürlichen Treibhauseffekt gäbe es kein Leben auf der Erde: Er speichert die Wärme und verhindert somit ein Einfrieren des Planeten. Anstatt der Durchschnittstemperatur von +15 Grad, die wir heute haben, läge die Temperatur ohne Treibhauseffekt bei -18 Grad.
Zustande kommt der Treibhauseffekt durch die Treibhausgase Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Methan, die seit Bestehen der Erde – und auch ohne Aktivität des Menschen – existieren. Ein Gemisch aus diesen verschiedenen Gasen umgibt die Erde wie eine schützende Membran. Die Membran lässt die kurzwellige Strahlung, die von der Sonne kommt, weitgehend passieren. Die langwellige Strahlung, die von der Erdoberfläche zurückkommt, wird teilweise aufgehalten. Das Prinzip funktioniert also ähnlich wie bei einem Treibhaus: Das Glasdach des Treibhauses lässt Sonnenlicht passieren, aber keine Wärme mehr hinaus. Ähnlich wie das Glasdach verhindern die Treibhausgase, dass die langwellige Strahlung wieder ins All abgegeben wird. Die warme Strahlung, die dadurch in der Erdatmosphäre gespeichert wird, heizt die Erdoberfläche und die sie umgebenden Luftschichten auf. Je höher die Konzentration der Treibhausgase ist, desto wärmer wird es auf der Erde.
Dass es auf der Erde wärmer und kälter wird, ist an sich nichts Ungewöhnliches – im Verlauf der Jahrtausende gab es immer mal Schwankungen der globalen Durchschnittstemperatur von ein bis zwei Grad. Ungewöhnlich ist allerdings, wie schnell die Temperaturen seit der Industrialisierung angestiegen sind. Durch das Verheizen von fossilen Brennstoffen zur Wärmegewinnung, Müllverbrennung und im Straßenbau und Flugverkehr hat der Mensch große Mengen CO2 freigesetzt – und damit die Treibhausgaskonzentration, die die Erde umgibt, erhöht. Allein in den vergangenen 100 Jahren ist die Durchschnittstemperatur weltweit um etwa ein Grad gestiegen.

- Auch Rinderzucht trägt zur weltweiten Temperaturerhöhung bei.
Energie-Verbrauch wächst
2007 ging der Weltklimarat noch davon aus, dass sich die weltweite Temperatur bis 2100 um zwei bis vier Grad erwärmt. Heute schätzen Klimaexperten die Situation weit bedrohlicher ein: Der globale CO2-Austoß steigt rascher an, als je zuvor. Der Grund: Einigen Industriestaaten ist es zwar gelungen, die Emission ihrer klimaschädlichen Gase zu reduzieren, doch zugleich wächst der Energie-Verbrauch in mehreren Schwellenländern wie China und Indien so rasant wie nie zuvor.
Die globale Temperaturerhöhung hat Auswirkungen auf die Umwelt und das Leben der Menschen. Extreme Wetterereignisse treten häufiger auf: Dazu gehören Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen und Dürren. Schon jetzt bewirkt der Klimawandel, dass die Eismassen an Süd-und Nordpol schmelzen und der Meeresspiegel steigt. Aufgrund des steigenden Meeresspiegels ist in den kommenden Jahren damit zu rechnen, dass große Küstengebiete überschwemmt werden. Durch dem Klimawandel werden sich Ökosysteme verändern oder sogar zusammenbrechen. Der von den Menschen beschleunigte Treibhauseffekt und die Erwärmung des Klimas werden zu einer dauerhaften Veränderung unserer Lebensräume führen.
Kontakt

Michael Kühn
Referent für Klimawandel
Tel.: 0228 / 22 88 - 323
michael.kuehn@welthungerhilfe.de
Klima-Spezial
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Blog-Beiträge
Michael Kühn bloggt aus Durban (8.12.2011)
123wir.org - Harold Williams in Durban (5.12.2011)
Link-Tipps
Klimaretter - das Magazin zur Klima- und Energiewende
Disaster Risk Reduction - Link zum Deutschen Komitee Kastrophenvorsorge e.V. (DKKV)

