Welthungerhilfe Mediathek
 
Erweiterte Suche

Ihr Merkzettel

Spekulation mit Nahrungsmitteln

Standpunkt von Dr. Hans-Heinrich Bass (2013)

Manche Finanzmarktprodukte haben signifikanten Einfluss auf die Nahrungsmittelpreise. Preissteigerungen und Preisschwankungen sind ein Risiko für gesicherte Ernährung in vielen Ländern. (Version 2013)

Diese Meinung vertreten Wissenschaftler der Weltbank und der Vereinten Nationen, des Internationalen Forschungsinstituts IFPRI und des Zentrums für Entwicklungsforschung der Uni Bonn. Eine breite Öffentlichkeit fordert von den Banken den Ausstieg aus den fraglichen Agrarfinanzprodukten. Nun geben andere Wissenschaftler der Deutschen Bank und der Allianz Rückendeckung. Beide Finanzinstitute haben die Spekulation mit Nahrungsmitteln wieder aufgenommen.

Professor Hans-Heinrich Bass, Autor einer im Auftrag der Welthungerhilfe 2011 veröffentlichten Studie zur Nahrungsmittelspekulation, hält dagegen: Die Argumente der Spekulationsbefürworter stünden auf tönernen Füßen. Zudem könne die Politik nicht bis zum Sankt Nimmerleins-Tag auf einen wissenschaftlichen Konsens warten. Sie müsse Entscheidungen auch unter Unsicherheit und in Abwägung unterschiedlicher Interessen treffen. Eine Eindämmung der exzessiven Spekulation auf den Nahrungsmittelmärkten allein werde das Problem des Hungers in der Welt nicht lösen, ermögliche aber eine schnell umsetzbare und nahezu kostenfreie Entlastung der Märkte.

Unter der Rubrik "Standpunkt" kommen verschiedene Experten und Fachleute zu Wort, die nicht immer die Meinung der Welthungerhilfe vertreten, aber fundierte und pointierte Aussagen zu Kernfragen unserer Arbeit wie dem Recht auf Nahrung machen.

Weitere Informationen und Materialien zum Thema Nahrungsmittelspekulationen

Spekulation mit Nahrungsmitteln
PDF-Download

Übersicht

Sprache

Deutsch

Erscheinungsjahr

2013

Themen

Hunger & Ernährungssicherung

Kontinente und Länder

Afrika Asien Europa Lateinamerika