Überschwemmungen am Horn von Afrika weiten sich aus

Überfluteter Weg im Projektgebiet Gode, Äthiopien: Die
Regenzeit ist dieses Jahr sehr ausgeprägt. © WHH
Während das Hochwasser im Südosten Äthiopiens langsam abklingt, weiten sich die Überschwemmungen in Kenia und Somalia weiter aus. Kräftige Regenfälle der letzten Wochen haben die Flüsse Wabe Shebelle, Tana und Juba über die Ufer treten lassen. Ganze Dörfer wurden weggerissen, Brücken und Straßen zerstört. Ingesamt sind am Horn von Afrika ca. 1,8 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen.

Geflüchtet vor dem
Wasser. © WHH
Keine Wetterbesserung
Die Menschen haben seit mehreren Tagen kaum noch etwas zu essen erhalten. Cholera und Durchfallerkrankungen verbreiten sich schnell, Malariaerkrankungen stellen ein weiteres Problem dar. Der Zugang zu den überfluteten Regionen ist schwierig, teilweise sogar unmöglich. Nach Prognosen der Wetterexperten ist mit einer Entspannung der Situation noch nicht zu rechnen, da die sogenannte kurze Regenzeit noch bis Mitte Januar anhalten kann. Auch, wenn die Regionen regelmäßig von Überschwemmungen betroffen ist, so übersteigt die aktuelle Situation die Kapazitäten der Hilfskräfte.
Von einem Extrem ins nächste
Äthiopien und Kenia sind Schwerpunktländer der Welthungerhilfe. Meldungen über Trockenheit und Hunger dominieren in der Regel die Nachrichten am Horn von Afrika. Die stetig wiederkehrenden Dürren in weiten Teilen der Länder haben gravierende Folgen für die landwirtschaftliche Produktion. Vor allem die bäuerlichen Haushalte leiden stark unter den Folgen der Trockenheit. Der Mangel an Nahrungsmitteln wird durch die Überbevölkerung weiter angeheizt. Dazu kommt eine schwach entwickelte ländliche Infrastruktur.
(Stand: 22. November 2006)
Das Auswärtige Amt (AA) hat der Welthungerhilfe 206.000 Euro zur Unterstützung der Flutopfer bereit gestellt.
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