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WASH: Erfolge und Herausforderungen in Uganda

Uganda: Sauberes Wasser für die Menschen in Karamoja

Sauberes Trinkwasser, mehr Hygiene und Sanitäranlagen für die Bewohner von Kleinstädten

+++ Dürre und Trockenheit durch El Niño +++ In Uganda drohen Hunger und Mangelernährung. Besonders hart trifft es die Region Karamoja.

Wasser ist ein Menschenrecht. Doch für viele Millionen Menschen ist dieses Recht bisher lediglich ein Wunschtraum. Damit er Realität wird, setzen wir uns in vielen Ländern für die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen ein – so auch in der Karamoja-Region im ostafrikanischen Staat Uganda.

Kinder bedienen eine Wasserpumpe
Ein komplett neu aufgebauter Bohrbrunnen in Moroto liefert sauberes Wasser. Die neue Plattform schützt die Kanister vorm Verschmutzen, die Sitzbänke machen den Brunnen zum Treffpunkt.
Ugandische Frauen beim holen mit Kanistern Wasser
Wasser ist ein Menschenrecht. Wir helfen, es durchzusetzen - zum Beispiel in Uganda. © Loeffelbein
Wandgemälde: Wash Your Hands
Wash your hands: Die bemalten Wände der Waschräume erinnern Schulkinder in Moroto ans Händewaschen. Gestaltet von Bobby Serrano vom Kunstkollektiv "Der 6te Lachs".
© Welthungerhilfe / Johannes Probst

 

Kleinstädte in Karamoja: Sauberes Wasser und Toiletten sind knapp

Ugandas städtische Bevölkerung wächst – bis 2050 möglicherweise um bis zu 34 Prozent. Besonders schnell gedeihen die Kleinstädte. Hunger und Armut, verursacht durch Dürre und Verlust an Vieh, treiben die Menschen vom Land in die benachbarten Zentren. Sie hoffen, dort Arbeit zu finden. Doch die Kommunen können mit den schnellwachsenden Spontansiedlungen nicht Schritt halten – es entstehen Slums. Dort fehlt es an sanitären Anlagen und einer ausreichenden Wasserversorgung. Die Folgen: Besonders die Kinder werden krank; sie leben und spielen in Schmutz und Schlamm, leiden unter dem Wassermangel und unter "wilden" Müllplätzen. In der Stadt Moroto gibt es große Probleme, sauberes Wasser zu bekommen:

  • Die meisten Menschen holen ihr Wasser mit Handpumpen aus Bohrbrunnen. Sie stehen stundenlang vor den Wasserlöchern Schlange – für teils verschmutztes Wasser. Da der Boden unter den Brunnen oft nur unzureichend befestigt ist, gelangt durch Unrat und Fäkalien verschmutztes Regenwasser in das Grundwasser.
  • Nur fünf Prozent der Haushalte haben eine eigene Latrine. Die wenigen öffentlichen Latrinen sind stark überlastet. Es bleibt vielen nichts anderes übrig, als ihr Geschäft draußen zu verrichten. Daraus entsteht ein großes gesundheitliches Risiko.
  • Problematisch ist die Situation auch in den Schulen: Viele Kinder auf dem Land besuchen Internate in der Stadt, wo sie häufig in den Klassenräumen übernachten müssen. Es gibt viel zu wenige Toiletten: Oft müssen sich mehr als 100 Kinder eine Latrine teilen. Es fehlt an Waschräumen und an sauberem Trinkwasser.

Hier müssen wir aktiv werden, um die gesundheitlichen Risiken zu minimieren!

In Moroto und in Namalu gehen wir das sanitäre Problem mit WASH-Projekten an und verbessern Wasserversorgung, sanitäre Einrichtungen und hygienische Bedingungen. Ihre Spenden werden dafür eingesetzt, den Menschen in Uganda und anderen Ländern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. So unterstützen wir die Vermeidung von Krankheiten:

  • Für Schulen und Gesundheitszentren bauen wir Latrinen, Waschräume und Tanks zum Sammeln von Regenwasser.
  • Bohrlöcher werden saniert und an strategischen Positionen in den Städten wieder als Wasserquellen eingesetzt.
  • Wir beraten die Bevölkerung und empfehlen, kleine regelmäßige Beiträge für den Wasserverbrauch zu zahlen, so dass bei künftigen Reparaturen nicht mehr auf externe Hilfe gewartet zu werden braucht.
  • Langfristig unterstützen wir den Ausbau und funktionellen Betrieb von Rohrleitungssystemen mit Zapfstellen zur städtischen Trinkwasserversorgung.
  • Wir engagieren uns im Bau öffentlicher Latrinen und fördern Initiativen zum Bau von  Familienlatrinen, besonders auch für Mieter.



Den Menschen in den Regionen wird so der Zugang zu sauberem Wasser und Hygiene-Anlagen ermöglicht und ihr Gesundheitszustand langfristig verbessert. Unsere Projekte fördern besonders Kinder: Rundum gesund können sie wieder regelmäßiger zur Schule gehen und lernen, was langfristig der gesamten Bevölkerung zugutekommt.

Das Konzept funktioniert. Helfen auch Sie, damit Wasser weltweit ein selbstverständliches Grundrecht wird! Ihre Spende wirkt!

Hilfe zur Selbsthilfe – Beispiele aus Uganda

Wir legen viel Wert darauf, dass unsere Projekte auch nachhaltig Wirkung zeigen. Nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" ermöglichen wir den Menschen, ihre Lebenssituation in Zukunft eigenständig zu verbessern. In Karamoja sieht das beispielsweise so aus:

  • Wir fördern Brunnenkomitees, die sich um die Instandhaltung kümmern. Die Nutzer des Brunnens zahlen einen kleinen Betrag an das Komitee. Das gesammelte Geld wird für zukünftige kleinere Reparaturen und Ersatzteile verwendet.
  • Sechs Brunnen erhielten Plattformen, wo während der Wartezeit die Kanister abgestellt werden können. Der Brunnen wird wieder zum sozialen Treffpunkt. Die Bevölkerung hält die Umgebung der Brunnen selbst von Abfällen und Unrat frei.
  • Arbeitslose Jugendliche in Moroto wurden ausgebildet und stellen nun die Beton-Abdeckplatten für Latrinenschächte selbst her. Jetzt können sie mit ihren neuen Fähigkeiten Geld verdienen.
  • In Namalu gehen städtische Angestellte, Geistliche und Älteste aus den Vierteln gemeinsam durch die Siedlungen und motivieren die Bevölkerung, selbst etwas gegen die Missstände zu unternehmen. In einem Jahr wurde so die Zahl von Haushalten mit Latrinen von 40% auf 75% gesteigert.
  • Schulkinder beschäftigen sich im "WASH Club" mit dem Thema Hygiene. Sie tanzen und singen oder führen ein Theaterstück auf, mit dem sie die Wichtigkeit von Hygiene darstellen. Diese Botschaften tragen sie nach Hause und klären mit ihrem Wissen ihre Familien und ihr Umfeld auf.
Aktuelle Berichte zum Projekt
Händewaschen leicht gemacht!

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Zu Besuch beim Wasser-Komitee in Uganda

Tippy tap! Eine geniale Erfindung, die die Hygiene-Situation im Dorf Odongo Oyere in Uganda stark verbessert hat. Folgt dem Tropfen!

Wasser marsch und Film ab in Uganda

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Marteria und Maeckes auf Projektreise mit Viva con Agua

Marteria und Maeckes haben zusammen mit Viva con Agua Wasser-Projekte in Uganda besucht. Und ZDFkultur zauberte daraus diese Doku!

Ochsen und Gemüse

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Uganda setzt auf neue landwirtschaftliche Anbaumethoden

Die Bewohner Ogurs in Uganda wagen sich auf neues Terrain: Sie bauen Weißkohl an und arbeiten mit Ochsen - mit Erfolg.

Ziegen gegen Hunger

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Uganda: mit Tradition und neuen Ideen gegen Mangelernährung

Karamoja im Norden Ugandas zählt zu den ärmsten Regionen der Welt. Die Bewohner sorgen jetzt selbst für bessere Ernährung: mithilfe von Ziegen.

Unterstützung
Schauspielerin Gesine Cukrowski beim Projektbesuch in Uganda
Schauspielerin Gesine Cukrowski beim Projektbesuch in Uganda

Schauspielerin Gesine Cukrowski reiste im Juli 2015 nach Karamoja, um sich persönlich von unserer Arbeit zu überzeugen.

„Mir gefällt die Arbeit der Welthungerhilfe so gut, weil es stets um Nachhaltigkeit geht. Notsituationen können verhindert werden, wenn Menschen langfristig in die Lage versetzt werden, sich selbst zu helfen. Ich habe mich entschieden, die Arbeit der Welthungerhilfe zu unterstützen, weil ich schon seit Jahren ein großer Fan der Organisation bin. Man weiß, wenn man hier spendet, kommt das Geld auch da an, wo es hin soll.“

Helfen auch Sie mit einer Spende

Projektinfos

Namalu

  • Wasserversorgung für
    600 Menschen, darunter
    300 Schulkinder
  • Bessere Sanitäranlagen
    für 900 Menschen
  • Hygiene-Schulungen für 1.600 Menschen
  • Projektlaufzeit:
    19.09.2014 - 31.07.2016

  • Ko-Finanzierung:
    WaterAid Uganda


Moroto 

  • Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu sanitären Einrichtungen
  • Verbesserung der Hygienesituation für 7.500 Haushalte, insg. 35.000
    bis 45.000 Menschen

  • Projektlaufzeit:
    15.12.2014 - 15.12.2016

  • Ko-Finanzierung:
    Viva con Agua
Freiwillige arbeiten in Uganda über "Weltwärts". © Löffelbein
"Weltwärts" in Uganda
Hygiene-Aufklärung
DoItYourself-Binden in Uganda sichern die Schulausbildung
Latrinen für Uganda
Mit Kunst und Klos die Welt verändern
Selbst aktiv werden in Uganda!

Freiwillige gesucht! Gehen Sie weltwärts mit der Welthungerhilfe nach Uganda.

Alle Infos zum weltwärts-Programm