Ugandas meckernde Superhelden

Wie die Menschen in Karamoja mit Ziegenzucht Hunger und Armut bekämpfen

Dieser Junge aus Karamoja strahlt mit dem kleinen Zicklein um die Wette. Er und seine Familie freuen sich über den meckernden Nachwuchs. © Haeberle

Früher war Uganda ein blühendes Land. Heute gehört die „Perle Afrikas” zu den ärmsten Ländern der Welt. Nach langen Dürren und Seuchen haben es die Menschen in der Provinz Karamoja besonders schwer. Ein Projekt der Welthungerhilfe setzt auf die regionale Tradition der Viehzucht, um gemeinsam mit den Bewohnern der Region gegen den Hunger zu kämpfen. Denn die Milch der Ziegen hat es in sich. 

Ziegenmilch gibt Power

Ziegenmilch hat viele besondere Eigenschaften. Sie...

  • ist besonders nahrhaft
  • ist sehr eiweißreich
  • ist gut für Mutter und Kind
  • bekämpft Armut

 

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Was Ziegen bewirken

Karamoja im Nordosten Ugandas zählt zu den ärmsten Regionen der Welt.

  • Es leben fast eine Millionen Menschen in der Region.

  • Hunger und Mangelernährung sind alltäglich.
  • Durch Dürrezeiten verloren die Menschen viel Vieh.

Dass so viele Menschen in Karamoja hungern müssen, ist teilweise auf den Klimawandel zurückzuführen. Vor allem im Norden des Landes gibt es Regionen, in denen es jahrelang nicht regnet. Auf lange Trockenzeiten folgt oft Starkregen, der Erosionen und Überschwemmungen auslösen kann.

Bemääärkenswert

Fünf Fakten über Ziegen

Ziegen sind wahre Überlebenskünstler! Sie geben viel und brauchen wenig – genau die richtige Unterstützung für Menschen wie Catharine Tibwita, die 23 Enkelkinder zu versorgen hat. Wie gut ist Ihr Wissen über Ziegen? Bei diesen fünf Fakten ist bestimmt auch für Sie Überraschendes dabei!

Cleveres Ziegenfell: Die Kombination aus grobem Oberfell und feiner Unterwolle schützt vor extremer Kälte und Hitze. Zwischen Haut und Haarspitzen kann der Temperaturunterschied bis zu 50° C betragen.
Ziegen sind widerstandsfähig und bescheiden: Sogar in trockenen Dornenbüschen finden sie etwas zu essen.
Ähnlich wie Kamele können Ziegen Wasser auf Vorrat trinken und so in Notzeiten tagelang überleben, ohne zu trinken.
Zwar sind Ziegen Paarhufer, aber man könnte trotzdem sagen, dass sie einen grünen Daumen haben. Ihr Dung sorgt für fruchtbaren Boden und hilft, in der kargen Landschaft Gemüse anzupflanzen.
Ziegenmilch ist eiweißreich und besser verdaulich als Kuhmilch. Das macht sie zur perfekten Eiweißquelle für Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder. Die Enkel von Catharine Tibwita bekommen sie fast jeden Morgen.

Leben in Karamoja

Hirtenvölker gehen alte Wege neu

Die Einwohner Karamojas sind traditionell vor allem Hirten. Rinder, Schafe und Ziegen waren stets die „Sparkasse” der Familien. Doch infolge von Dürren und Seuchen haben die Viehbestände in den vergangenen Jahren stark abgenommen. In unserem Projekt erhalten nun jeweils zehn Frauen 50 Ziegen und einen Ziegenbock. Zusätzlich besuchen sie Kurse zur Zucht und Vermarktung und werden zu Ernährungs- und Gesundheitsfragen beraten.

Die Viehzucht hat eine lange Tradition in der Region. Die Ziegenzucht mit speziellen Milchziegenrassen verbessert nun die Erträge. Gleichzeitig wird traditionelles Wissen um die Viehhaltung erhalten.
Als Teil des Projekts schulen wir traditionelle Tierheiler, wie sie z.B. Impfkampagnen durchführen. Damit verhindern wir Tierseuchen.
Eine Projektteilnehmerin quittiert den Erhalt ihrer Ziegen per Fingerabdruck.
In einem zweitägigen Kurs lernen die Ziegenhalterinnen alles für die erfolgreiche Zucht: die richtige Haltung und Pflege der Tiere, den Bau von Ställen und Zäunen und den Anbau von Futterpflanzen.
Auch weitere wichtige Maßnahmen gehören zum Projekt, zum Beispiel der Bau von Trinkwasserbrunnen.

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