Veranstaltung GFFA Fachpodium

16. Januar: GFFA-Fachpodium

Primat der Ernährungssicherung in der Bioökonomie - eine illusorische Forderung?

Über 400 Millionen bäuerliche Betriebe können weltweit in die Biomasseproduktion einbezogen werden. © Rosenthal
Über 400 Millionen bäuerliche Betriebe können weltweit in die Biomasseproduktion einbezogen werden. © Rosenthal

 

Immer mehr Non-Food-Produkte werden aus Agrarrohstoffen hergestellt. Wenn man sich die Bioökonomiestrategien beispielsweise der EU oder der Deutschen Bundesregierung ansieht, dann scheint die Hungerbekämpfung bei der Nutzung von Agrarerzeugnissen Vorrang zu haben. Auch im GFFA-Kommuniqué der Agrarminister wird das Primat der Ernährungssicherheit zugesichert. Das vom Zentrum für Entwicklungsforschung und der Welthungerhilfe organisierte Fachpodium während der GFFA am 16. Januar 2015 hat jedoch klar aufgezeigt, dass völlig unklar ist, wie dieser Vorrang in Politik und Praxis eingehalten werden kann. Deswegen setzen sich beide Organisationen für die Entwicklung von Standards für die Ernährungssicherung ein.  

Menschenrechte durchsetzen

"Wir wollen, dass arme Bauern von der Bioökonomie profitieren. Dazu brauchen wir einfache, aber dennoch wirksame Überprüfungsinstrumente. Ziel muss sein, dass Biomasse immer so produziert wird, dass sie mit den Menschenrechten im Einklang steht. Dazu gehören unter anderem das Menschenrecht auf Nahrung und auf einen angemessenen Lebensstandard. Für Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind diese Rechte noch lange keine Wirklichkeit. Das können und müssen wir in der Bioökonomie ändern!", sagt Dr. Rafaël Schneider, der das Fachpodium organisierte. 

Das Programm des Podiums

Auftakt: Dr. Rafaël Schneider (Welthungerhilfe)

Einführung: Prof. Dr. Joachim von Braun (ZEF)

Diskutanten:

  • Dr. Michael Brüntrup (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik - DIE)

  • Dr. Fred Dzanku (Institute of Statistical, Social and Economic Research - ISSER, Ghana)

  • Michaele Hustedt (Initiative Nachhaltige Rohstoffbereitstellung für die stoffliche Biomassenutzung – INRO, Deutschland)

  • Dr. Wolfgang Jamann (Welthungerhilfe, Deutschland)

  • Clemens Neumann (Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung - BMEL)

Videobotschaften/Stellungnahmen:

  • Joseph Rahall (Green Scenery, Sierra Leone)

  • Dr. Norbert Schmitz (International Sustainability & Carbon Certification – ISCC, Deutschland)

Ausblick: Martina Fleckenstein (World Wide Fund for Nature – WWF, Deutschland) 

Moderation: Jan Lerch (Journalist)

Kontakt
Dr. Rafaël Schneider

Dr. Rafaël Schneider

Fachreferent

0228-22 88 147