"Krass ungerecht"

"Krass ungerecht"

Gemeinsam für Afrika protestierte mit bundesweiter Schüleraktion gegen ungerechte Verteilung

Im Vorfeld des Internationalen Afrika-Tages und der Europa-Wahl machten Welthungerhilfe, Care und die UN-Flüchtlingshilfe in Zusammenarbeit mit dem Kampagnenbündnis Gemeinsam für Afrika in Bonn und neun weiteren Städten auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Aufteilung von Ressourcen im Europa-Afrika-Vergleich aufmerksam.

Die engagierten Schüler der Marie-Kahle-Gesamtschule zogen auf dem Marktplatz vor dem Bonner Rathaus beim "Wer hat was? – Afrika-Europa-Verteilungsspiel" alle Blicke auf sich. Bei der ungewöhnlichen Straßenaktion schlüpften Schülerinnen und Schüler in die Rollen der europäischen und afrikanischen Bevölkerung und erfuhren, was ungerechte Verteilung bedeutet.

Die Schüler/-innen der Maria-Kahle-Gesamtschule spielen das Afrika-Europa-Verteilungsspiel in Bonn.
Europa ist voller Konsumgüter, symbolhaft mit Luftballons, Flaschen, Schokolade und Bücher dargestellt.
Die "euopäischen" Spieler (in blau) können die Reichtümer kaum halten, die "afrikanischen" (in rot) Spieler dagegen haben fast nichts.
Mit selbstgebastelten Plakaten machten die Schüler auf die Ungerechtigkeit aufmerksam.

Auf der riesigen Landkarte war Europa fast nicht mehr zu sehen: Schwarze und gelbe Luftballons verdeckten den Kontinent. Schwarz symbolisierte den CO2-Ausstoß, gelb die verfügbare Energie. Die „europäischen“ Spieler/-innen konnten ihre Reichtümer kaum in den Händen halten, denn zu den Ballons gesellten sich im Laufe des Spiels noch unendlich viele Bücher, die symbolisch den Besuch einer Sekundarschule darstellten, viel Wasser und Schokolade. Über Afrika hingegen schwebten nur wenige Ballons, die „afrikanischen“ Spieler/-innen standen fast mit leeren Händen da.

Am Beispiel von Kakao und Diamanten wurde deutlich, dass es in Afrika auch Reichtümer gibt – doch wegen unfairer Handelsbeziehungen und ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse kommt davon nur wenig der Bevölkerung zugute. „Wer hätte gedacht, dass die Menschen in Europa tatsächlich 11-mal mehr verdienen, als die Menschen in Afrika, 8-mal mehr Energie verbrauchen und auch noch so viel mehr Treibhausgase produzieren“, wunderten sich beteiligte Schüler/-innen. „Krass ungerecht!“ war ihr einhelliges Fazit. Anschließend diskutierten sie mit der Spielleiterin und ihrer Lehrerin über die Folgen der Ungerechtigkeit und Möglichkeiten, diese abzubauen.

Mit der Aktion sollte eine Sensibilisierung unseres Konsumverhaltens erreicht und klargemacht werden, dass es momentan zwischen Europa und Afrika keine gerechte Verteilung gibt. Das Spiel fand zeitgleich in neun weiteren Städten bundesweit statt. Für die Schulklassen war es der Auftakt intensiver Auseinandersetzung mit dem Gemeinsam für Afrika-Jahresthema „Schluss mit schmutzig!“. Das Kampagnenbündnis will 2014 den Blick auf die Themenschwerpunkte Konsum, Umweltschutz sowie Ressourcen und ihre Verteilung lenken und Bewusstsein für einen verantwortungsvolleren Lebensstil fördern.

Kontakt
Informationsstelle

Informationsstelle

Telefon:
+49 228-2288 127

Über uns

Hier finden Sie alles, was man wissen muss, zum Nachlesen: Einen aktuellen Jahresbericht mit Diagrammen, unsere Satzung und vieles mehr.

Zum Materialpaket
in unserer Mediathek

Weiterführende Links