Reise nach Afrika: Viva con Agua in Addis Abeba

Benjamin Adrion mit Fußballspielern aus Äthiopien. © VcA
Benjamin Adrion mit Fußballspielern aus
Äthiopien. © VcA
Über ein Jahr ist es her, dass Viva con Agua zum ersten Mal die Menschen im Projektdorf Sodo in Äthiopien kennen lernte. Mit nach Hause nahmen wir den Auftrag, 50.000 Euro Spenden zum Bau von Brunnen zu sammeln und damit für ausreichend sauberes Trinkwasser in dem Ort zu sorgen. Bereits Mitte 2006 war die Finanzierung abgeschlossen, so dass mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte. Das gesamte Team freut sich darauf, in wenigen Tagen die Früchte seiner Arbeit zu sehen.       

 

Ärmliche Gegend in Addis Abeba. © VcA
Ärmliche Gegend in Addis
Abeba. © VcA
Unsere erste Reisewoche ist geprägt durch Akklimatisierung und Organisierung unserer Projektbesuche. In Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba kann es nachts eisig kalt werden. Die 4-Millionenstadt liegt mehr als 2.000 Meter über dem Meeresspiegel. Tagsüber streifen wir durch die stickigen Straßen der Stadt – die Immissionen des Verkehrs übersteigen jene in Deutschland um ein Vielfaches. Die wirtschaftliche Situation des Landes spiegelt sich im Straßenbild wider: Vom Kleinkind bis zum alten Mann reicht die Altersstruktur der Bettler und Kranken, die uns begegnen.

Bald besuchen wir endlich die fünf von Viva con Agua finanzierten Brunnen in Sodo, einem Streudorf 200 km südwestlich von Addis. Nach einem Besuch beim Regional-Direktor unseres Kooperationspartners Weltungerhilfe erfahren wir, dass leider erst drei Brunnen komplett in Betrieb sind. Der Grund: Bei den restlichen zwei gibt es noch technische Probleme mit den Pumpen. Die Bohrungen nach Grundwasser in einer Tiefe von durchschnittlich 65 Metern sind nunmal eine Herausforderung an Mensch und Maschine.

Auf vielen Plätzen treffen wir auf Fußball spielende Kinder und lassen es uns nicht nehmen, unsere St. Pauli-Bälle auszupacken und eine Runde mit den Kleinen zu kicken. Der Besuch des großen Al-Ahmoudi Stadions in der Innenstadt zeigt deutlich den Stellenwert lokaler Fußballteams.

Bevor wir nach Sodo aufbrechen, stehen noch Besuche beim ehemaligen Staatspräsidenten und dem derzeitigen Minister für Wasserversorgung an! Wichtige Termine, um Viva con Aguas Projekte an höchster Stelle zu praesentieren und ein langfristiges Engagement fuer die Menschen in Aethiopien einzugehen.    

Bis bald wieder,

das Viva con Agua-Team

Letzte Änderung an dieser Seite: 16.01.2008
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